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1 (1797)
Entstehung
Seite
286
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2F6 2. B. Voll der Pers. des Kais. u. den Reichest.

den sollen; aber eigentlich war es doch die DaierscheKur, welche Pfalz jetzt ausschließlich erhielt und Baiernw.w ein älteres Herzogtum, als Sachsen. Die dritteStelle erhielt also der Herzog von Sachsen und die vier«te der Markgraf von Brandenburg. Die Länder hin-gegen, worauf nun die Kin würden hasteten, oder die ei-gentlichen Kurfürstenthümer, waren seitdem das Kö-nigreich Böhmen, die P! alz'grafschast amRhein, das Herzogthum Sachsen-Wittenbergund die Markgrasschaft Brandenburg.

§. 85.

Zn der Folge haben sich indessen verschiedene Verände-rungen in einst!,ung der weltlichen Ku würden ereignet.So kam 1) die sächsische Kurwürde nebst dem Lande, wor-auf sie haftete, nemlich Wittenberg, von der erstgebohrnen *)Ernestischen Linie auf die jüngere Albertische, beywelcher sie noch gegenwärtig ist. Dies geschah unter K.Carl V. Der Kurfürst Johann Friedrich von Sach-sen ward als Haupt des schmalkgldischen Bundes vom Kai-ser eigenmächtig in die Acht erklärt, und fast eben so eigen-mächtig übertrug er nun die Kur des in der Schlacht beyMühlberg 1547. gefangenen Kurfürsten, dessen Vetter demH. Moriz von der jüngern Linie, der dem Kaiser denSieg, durch die vorher dem Kurfürsten gemachte Diversion,hatte erfechten helfen.

Eine ähnliche Veränderung ereignete sich 2) in Anse-hung der pfälzischen Kur. Nachdem der Kurfürst

') Durch die G. B. war zwar das siecht der Erstgeburt cin-qeführt und Untheilbarkcit verordnet, allein dies giena b!oS aufdas eigentliche Kurland. Was außerdem besessen wurde, konn-te gethcilt werden-