Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
Seite
253
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i. C. Von der Person des Kaisers.

2ZZ

genheiten anzukleiden. Die Herzoge von Luxemburg warenkaiserlicheP ferdeführer und Vorschneider, die Gra-fen von Wernigerode hatten das Reichsfischeramtu. s. rv. *).

tz. 6z.

Die bisher bemerkten Erzämter werde» nur von denweltlich en Kurfürsten verwaltet; die geistlichen Kur-fürsten haben aber eigentlich keine solche Aemter zu verrich-ten. So wie indessen die ersten weltlichen Fürsten sich eineEhre daraus machten, den Kaiser zu bedienen, so schätztenes sich auch die ersten Erzbischöfe zur Ehre, wenn der Kai-ser sie in Geschäften, zu Ausfertigungen und dergleichengebrauchte. .

Zn ältern Zeiten konnten hiezu nur Geistliche gebrauchtwerden, weil sie allein der Sprachen kundig und der Fe-der mächtig waren. So wie der Ritter seinen Hauspfaffenhatte, der ihm seine Briefe schreiben mußte, so hatten auchdie Kaiser und Könige eine Anzahl Geistlicher an ihren Hö-fen , durch die sie ihre Schreibereyen besorgen ließen. Un-ter diesen gab es natürlicherweise mehrere-Abstufungen undrs mußte einer an der Spitze stehen, der vom Monarchenselbst die Aufträge erhielt, die weitern Befehle ercheilte unddemselben die Ausfertigungen vorlegte. Dieser Mann deranfangs Erzkaplan hieß, vielleicht weil der König seinenHvfkaplan dazu nahm, erhielt nachgehends den NamenErzkanzler und so war in einem jeden Reiche ein eignerKanzler, der die Seele der Geschäfte war.

D Noch mehrere führt Moser im teutschen StaatsrcchtTh. 6 . S. z- 6 . u. f. an. Mrgl. Haberlins Reichsgcsch.Vd. 8 . S. 407.