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i. V. Allgem. Kessntniß des teutsch. Reichs.
nien zu werden, die mehrsten abenÄbergangsn wurden. In-zwischen schlossen doch die Kurfürsten diesmal)! die neue Ca-pitulation für sich und sämmtliche Fürsten undStamde des Reichs, auch verpflichteten sie den N.KS.nig auf das, was bey dem dermaligen Reichstag noch wei-ter geschlossen werden möchte.
Eben so übergaben auch im I. 1658. bey der WahlK. LeopoldI. die Fürsten ihre Erinnerungen, und da auchdiesmal)! die mehrsten wieder übergangen wurden, so legtensie den 8- Aug. 1658. gegen die neue Capitulation, soweitsie mit ihren Mvnitis nicht übereinstimme, oder dem west-phälischen Frieden nicht gemäß sey, eine Protestation ein,und drangen nunmehr auf dem nächsten im Z. 166z. eröf-rieten Reichstag desto ernstlicher darauf, daß das Capikula-tionsgeschäft vor allen andern vorgenommen werden sollte.-So viele Mühe sich die Kurfürsten gaben, das Geschäftnoch auszusctzen, so niustön sie doch endlich nachgeben, undwirklich ein Project einer beständigen Wahlcapitulation auf-setzen, welches sie darauf dem Fürstenrath mittheilten. Nunentstanden aber unter den Fürsten selbst heftige Uneinigkei-ten , und als auch diese endlich bevgelegt und zwischen denhöhern Reichscollegien im I. 1671. wirklich ein Capüula-tions-Project verglichen wurde, so konnte man sich doch überden Prolog und Epilog nicht vergleichen. Die Kurfürstenhatten nemlich hierin sich das Recht zu stipuliren gesucht,daß sie nach Beschaffenheit der Umstande künftig noch Zu-sätze und Veränderungen machen könnten, aber dis Fürstenglaubten dadurch alles wieder zu verlieren und wollten alsonicht darinn willigen. Endlich ward man des ewigen Strei-tens von allen Seiten müde und ließ nun das ganze Geschäfteine geraume Zeitlang liegen, bis eS zuletzt im Z. 1709.