Druckschrift 
1 (1797)
Entstehung
Seite
144
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144 D. Allgem. Kenntniß des teursch. Reichs.

der Gebrauch der Wahlcapitulationen aufkam, verpflichte-re man ausdrücklich den furchtbaren K. Carl V. „die Stän-de bey ihren Hoheiten, Würden, Rechten, Gerechtig-keiten, Macht und Gewalt ohne Eintrag und Verhinder-niß zu lassen, ihnen ihre Regalien, Obrigkeiten, Freyhei-tkn, Privilegien, Pfandschaften, Gerechtigkeiten, auchGebräuche und gute Gewohnheiten, so sie bisher gehabt,oder in Uebung gewesen seyn, in guter und beständigerForm, ohne alle Weigerung zu bestätigen, und sie dabeyzu handhaben zu schützen und zu schirmen."

Nun hatte sie zu tiefe Wurzel geschlagen, als daß dieVersuche eines CarlsV., Ferdinand II. und III. mehrals eine bloße Erschütterung würken konnten, und diese' diente nur den Stände», sich gegen fernere Eingriffe nochmehr zu sichern. Zn dem westphälischen Frieden wurde da-her Art. 8. §> r. ausdrücklich festgesetzt: Ot sutem provi-iuni 6t, ns poiikan.in Aatu ^oütiLo controverlise lud-orisntnr, oitnnes et 6n§u6 Lleetnres, ?rincixss et 8 tstu 3^mperü kornsni in antiguis fnis iuribus, xraero^ativis,übertate, privile^iis, //ük» o-»»v ra»r r» scc/e-

zt»«-» z-o/rrrc» c.vrrc-rto, cütionibus, re^sübus,itorulNisus vmvium xossessionS, Vigors küius transactio-vst, ita 6ablliti flrmatiisue flnntv, ur a NnIIo unhuam tub^ucreun^üs xraetextu, äs kaetv turbsrl potlmt vel üebant»

Und eben so ist nachgehends der Kaiser in der W. C. Art.t. §.9. verpflichtet: „Niemanden einig Privilegium darwi-der zu ertheilen, und da einige vor oder bey währendem Kriegöatwider ertheilt worden wären, st iM Friedensschluß nichtgut geheißen, Sder abprobirt worden, diefttbe gänzlich zu«affiren und zu annulliren."

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