Einleitung.
gisn ändern wollen, so hätte er in Oesterreichschen Dienstenangestellt werben können, da er aber dies nicht wollte, sowaren auch damals m Wien keine Aussichten weiter fürihn. Er gieng daher in sein Vaterland zurück, und da erauch hier nicht gleich sein Glück machen konnte, so begab ersich mit allerley Vorschlägen, welche die Unterhaltung desKammergerichts betrafen, nach Wezlar, und von da wie-der nach Wien, woselbst er sowohl von dem Reichs-Vice-Kanzker, als dem Neichshofrath Grafen von Nostitz zuverschiedenen wichtigen Arbeiten gebraucht wurde. Nacheinem anderthalbjährigen Aufenthalt zu Wien erhielt er disStelle eines Herzoglich Würtembergischen Regierungsraths^welche er aber schon im zweiten Zahre (1729.) mit einerProfessur in Tübingen vertauschte.
Zm Jahr i/zl. ertheilte ihm der Bischof von Hildes-heim eine Niedersächsische Kreispräsentalion an das Kam-mergericht. Seine Bemühungen, diese Präsentation durch-zusetzen, waren aber fruchtlos, weil man dem Bischof keinPräscnlationsrecht zugcstand. Inzwischen erhielt er bcydieser Gelegenheit den Charakter eines Kurköllmschen Ge-heimen Raths und da man ihm zu Tübingen Schwierig-keiten wegen des Drucks seiner Schriften machte, so legteer seine Stelle nieder, und privatisirte, bis ihn der neueHerzog im Z. i7Z4> wieder zum Regierungsrath ernannte.Aber auch diesmal bekleidete Moser diese Stelle nicht lange,denn schon im I. 17z6. gieng er als Königlich PrcussischerGeheimer Rach, Direktor der Universität und Ordinariusder Juristenfacuttäl nach Frankfurt an der Oder. Hierbekam er aber theils mit seinen Collegen, rheils mit deuCuraloren der Universität allerley Verdrießlichkeiten, dis zu»ietzr >0 weit giengen, daß er im I. 17z-. in Gnaden dimit«M wurde.
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