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1 (1897)
Entstehung
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scheint, rechnen wir ihm diese Pflichterfüllung nicht in einempositiven Schönheitsgefühle an. Auch wird die Association derschweren Arbeit mit dem Pfluge noch näher liegen, als die Asso-ciation der Ernte, die er vorbereitet. Endlich hat der Pflug eineverzwickte Form, die sich keinem Princip anschaulicher Einheitfügt. Mit all dem erscheint der Pflug eher hässlich als schön undwürde jeden übrigens schmucken Edelhof verunzieren. Doch wirdjemand, der mit den Bedingungen der zweckmässigsten Einrich-tung eines Pfluges wohl vertraut ist, am Anblick eines solchen, derdieselben wirklich in neuer ungewöhnlicher Weise erfüllte, einentschiedenes positives Wohlgefallen unmittelbar haben können.

Unzählige Menschen sehen wir einfach, reinlich, durchauszweckmässig gekleidet, ohne weder positives Gefallen noch Miss-fallen daran zu finden, indem die Kleidung eben nichts weiterleistet, als dem Bedürfniss zu genügen, und wir solcher Kleidungalltäglich begegnen.

Nun aber giebt es viele Gegenstände, deren Zweck über dieblosse Verhütung oder Hebung von Unlust dahin geht, das Wohl-befinden, den Lustzustand selbst in positiver Weise zu födern oderzu dieser Föderung mit zu helfen, und je wirksamer die Associa-tion davon erweckt werden kann, um so mehr wird es zur Wohl-gefalligkeit oder Schönheit des Gegenstandes beitragen, und dazuwesentlich mit helfen, dass wir solchen Gegenständen nicht ebenso alltäglich begegnen als denen, die blos dem täglichen Bedürf-niss genügen. Ein Wohnhaus kann eben blos so aussehen, dasses den nöthigen Schutz gegen Witterung, den nöthigen Platz unddas nöthige Licht zu den täglichen Geschäften des Lebens gewährt;aber auch so aussehen, dass sich behaglich oder prächtig darinwohnen lässt. Ein Trinkgefäss kann so aussehen, dass es nurgemacht scheint, den Durst daraus zu löschen; aber auch so, dasses zum Dienste bei einem festlichen Trinkgelage gemacht scheint.Wodurch immer derartige associative Eindrücke erweckt werden,sie werden wirksame Hebel der Erweckung des Schönheitsgefüii-les sein, ihrerseits aber eine Hülfe durch Momente directer Wohl-7 gefälligkeit, als wie Regelmässigkeit und das Auge beschäftigende' Gliederung der Form, erfahren können, sofern solche nur demZwecke nicht widersprechen. Und namentlich können Verzierun-gen nicht nur durch directe Wohlgefälligkeit die associative desZweckes unterstützen, sondern auch durch sinnvolle Beschaffen-