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1 (1897)
Entstehung
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beilegen, darin liegt, dass der Werth einer uns zusagenden Bedeu-tung, eines uns gefallenden Zweckes, der Erfüllung einer begriff-lichen oder ideellen Foderung, die wir an die Gegenstände stellen,sich auf die äusserlichen Formen und Verhältnisse derselben imAnschauen derselben associationsweise überträgt, und sie hiemitals Ausdruck dieser Bedeutung, als Zeichen dieser Erfüllung schönerscheinen lässt.

Von beiden Ansichten macht sich in der That in ästhetischenund Kunst-Betrachtungen bald die eine bald die andre mit relati-vem Uebergewichte geltend, obwohl sie nicht leicht mit vollerGonsequenz einander gegenübertreten, da keine der andern gegen-über eine reine Durchführung gestattet. Daher schwankt manmeist vielmehr unsicher zwischen beiden oder verwirrt sich zwi-schen beiden, ohne es zu einer Klarheit über ihr Verhältniss zubringen.

Nachdem wir nun im Bisherigen versucht haben, dem asso-ciativen Factor sein Recht zu geben, wollen wir in einem spätemAdschnitte (XIII) auch 'dem directen gerecht zu werden suchen,zuvor aber einige Themas, welche mit dem associativen Factor innäherer Beziehung stehen, behandeln.

X. Erläuterung des landschaftlichen Eindruckesdurch das Associationsprincip.

Versuchen wir uns Rechenschaft von dem Eindrücke zu geben,den der Blick in eine Landschaft auf uns macht! Es ist etwas Unsag-bares darin, etwas, was sich durch keine Beschreibung erschöpfenlässt. Wie wird man sich die Natur und die Gründe des Ein-druckes erklären können? Um hiebei ein Beispiel der verschiede-nen Weise zu geben, wie die Aesthetik von Oben und die Aesthe-tik von Unten überhaupt in ihren Erklärungen Vorgehen, stelleich eine Erklärung davon nach beiden einander gegenüber, dieeine, im ersten Wege, geschöpft aus einem der geschätztestenneueren Lehrbücher der Aesthetik, dem von Carriere, die andere