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treffen von Bedingungen bezogen worden, die für sich ästhetischwenig leisten. Sollten Lustbedingungen Zusammentreffen, die schon fürsich viel leisten, so würde zwar noch eine Steigerung über die Leistung jedereinzelnen, aber nicht nur keine grössere, sondern eine geringere als nach derSumme der einzelnen, zu erwarten sein, falls anders die psychophysischenGesetze, denen sich das Hülfsprincip unterordnen lässt, hier noch Anwen-dung finden. Denn liienacli nimmt zwar beim ersten Uebersteigen derSchwelle die Empfindung in viel rascherem Verhältnisse als der sie aus-lösende Reiz zu, aber von einem gewissen Puncte des Ansteigens (dem Car-dinalpuncte) an in schwächerem Verhältnisse, was in Kürze das Wachs-thumsgesetz der Empfindung heissen mag, und so ist vorauszusetzen,dass, wenn durch Zusammentreffen starker Lustbedingungen die Lust höhersteigt, diess auch in geringerem Verhältnisse als nach der Summe der Be-dingungen sein werde. Doch ist zu gestehen, dass eben so entscheidendedirecte Bewährungen dafür, als für das Gesetz der Schwelle und Hülfe, nichtvorliegen.
VI. Princip der einheitlichen Verknüpfungdes Mannichfaltigen.
1) Aufstellung des Principes.
Es ist ein wichtiges Princip, um das es sich hier handelnwird, seinem Ausspruche nach zwar einfach genug, doch der Be-trachtung mancherlei Seiten und Gesichtspuncte, der Verwendungmanche Schwierigkeiten bietend.
Nach angeborener Einrichtung bedarf der Mensch, um sichbei activer oder receptiver Beschäftigung mit einem Gegenstandwohl zu fühlen, eines gewissen Wechsels der Thätigkeitsmomenteoder Eindrücke, wozu der Gegenstand die Gelegenheit in einerMannichfaltigkeit von Angriffspuncten bieten muss. Fehlt es ander erforderlichen Gelegenheit in dieser Hinsicht, so macht derGegenstand den missfälligen Eindruck der Monotonie, Einför-migkeit, Langweiligkeit, Leere, Kahlheit, Armuth,und treibt dadurch zum Uebergange zu andern Gegenständen.Nach eben so angeborener Einrichtung aber verlangt der Mensch,um sich wohl zu fühlen, dass für die ganze Dauer der Beschäf-tigung mit einem Gegenstände alle sich in der Zeit und demBaume folgenden Momente der Beschäftigung durch Puncte der