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Die Ungefälligkeit des □ beweist sich in den Anwendungenallgemein damit, dass trotz des theoretischen Yorurtheils, was,wie man gesehen, betreffs desselben besteht, und trotz seiner ein-fachen Constructionsweise dasselbe nur ganz ausnahmsweise an-gewandt wird. Auch braucht man sich jene Gegenstände, dieals Belege für den Vorzug des goldnen Schnittes angeführt wur-den, nur quadratisch zu denken, w r as durch den Zweck derselbenwohl gestattet wäre, um den Eindruck der Ungefälligkeit davon 'zu erhalten. Zugleich scheint sich in den Anwendungen zu be-weisen, dass das Quadrat in der That noch ungefälliger als dieihm nahe stehenden Rechtecke ist,'indem man solche im Allge-meinen noch vorzieht, wo man überhaupt mit dem Verhältnissetief herabgeht. Im Lichten rein quadratische Galleriebilderkommen zwar vor, doch äusserst selten, wogegen Portraitbildersich im Allgemeinen quadratischen zwar nähern, doch immeretwas höher als breit sind. Das Druckformat in sog. Quart ist beiBüchern überhaupt das seltenste, ist aber nicht rein quadratisch,sondern, wie man sich überzeugen kann, immer etwas höher alsbreit. Was hätte gehindert, ein reines □ vorzuziehen, wenn einWohlgefälligkeitsvortheil damit zu erlangen. Bei Schachkästchen,Zuckerdosen und andern etw’as hohen Kästchen habe ich oft einedem □ nahe, doch eben nur nahe Form der von oben gesehenenFläche gefunden. Kopf- und Sitzkissen freilich findet man w T ohlimmer rein quadratisch; aber das hängt an der Zweckrücksicht,dass nicht Material und Raum durch Ueberragung über den Kör-pertheil, dem sie zur Unterlage dienen, nach einer Seite nutzlosverschwendet werden.
Wenn Wolff und Heigelin geltend machen, dass das Quadratdoch bei schönen Gebäuden im Grundriss und Aufriss in Anwen-dung komme, so ist zuvörderst im Allgemeinen zu bemerken, dassArchitekturgegenstände wegen des dabei nicht leicht fehlendenMitspiels von Zweckrücksichten und combinatorischen Rücksich-ten überhaupt nur sehr vorsichtig zur Discussion der reinen Wohl-gefälligkeitsfrage zugezogen werden dürfen, ohne sie damit über-
Logaritkmen der Verhältnisse die Zahl in den Logarithmentafeln nehme.Hiemit stimmt der Centralwerth und dichteste Werth, auf den man auchreflectiren kann, nicht überall zusammen, worauf jedoch hier nicht nähereinzugehen.