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1 (1897)
Entstehung
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freilich noch sonst Manches mit hineinspielt, worauf für jetzt nichteinzugehen. Betrachten wir hier nur ein Beispiel:

Räthsel vergnügen uns dadurch, dass sie zu einer vorge-gebenen Mannichfaltigkeit von Vorstellungen uns die einheitlicheVerknüpfung in der Auflösung des Räthsels erst suchen lassen.In dem Entdecken dieser Beziehung liegt der Reiz der gelungenenAuflösung, indess in der Voraussicht, dass sich die Auflösungfinden lasse, eine Vorwegnahme desselben liegt, welche in derThat dazu gehört, uns am Errathen selbst Lust finden zu lassen;denn Räthsel, von denen man weiss, dass es keine Lösung dafürgiebt, mag Niemand rathen, man hätte davon nur die reine Unlusteines zersplitterten Vorstellungscomplexes; und wer sich bewusstist, Räthsel schlecht rathen zu können, findet daran auch keinenGeschmack. Bei Charaden aber ist es immer von Vortheil, wenndie Aufgabe für die verschiedenen Sylben oder Wortabtheilungenirgendwie einheitlich verflochten ist, nicht für jede als ein unab-hängiges Räthsel auftritt.

Unstreitig nun trägt zum Reize des Räthselrathens auch dasGefallen an der Ueberwindung einer Schwierigkeit bei, der wiruns gewachsen finden, indem wir nach einem anderweiten Principzum Bedürfnis der Einheit auch das Bediirfniss eines gewissenGrades der Beschäftigung haben, dabei aber die einheitliche Ver-knüpfung dieser Beschäftigung durch Richtung auf ein bestimmtesZiel, selbst abgesehen von der Beschaffenheit des Zieles, verlangen;daher gar zu leicht zu errathende Räthsel uns nicht interessiren.Aber im Allgemeinen wollen wir doch, dass bei jeder Ueberwin-dung von Schwierigkeiten noch etwas Andres als die Ueberwin-dung selbst herauskommt; und lesen daher ein längeres Räthselauch nach dem Errathen gern noch einmal durch, um uns dereinheitlichen Verknüpfung des gesammten Inhalts durch das Wortdes Räthsels zu erfreuen; dabei mit Unlust bemerkend, was etwanicht recht dazu stimmen will.

So sehr wir uns aber an sinnreichen und witzigen Ver-gleichen, Wortspielen, hübschen Räthseln, Charaden vergnügenmögen, so sehr uns auch Anekdoten aus diesem oder jenemGesichtspuncte amüsiren können, und so gern wir einige davonhinter einander lesen oder hören, werden wir es doch nicht überuns gewinnen, eine längere Reihe davon hinter einander zu hörenoder zu lesen; schon vor der zwanzigsten haben wir es gründlich