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3 (1864)
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und von den kurzgezählten Stunden, die ich in London zu verlebenhatte, mußte ich mehrere widmen, Beruhigung im Anschauen derCartons von Raphael oder der Antike zu suchen.

Die französische Restauration, welche sich die nächstvergangeneGeschichte zu verlängnen bemühte, beeiferte sich hergebrachterweise,Standbilder nmzustnrzen und Inschriften und Namenznge auszu-kratzen. Aber die öffentliche Meinung Europas verbot ihr, Kunstwerke,die sie in Schutz nahm, zu vernichten. Sie hatte den Mittelweg er-wählt, diese Träger verhaßter Erinnerungen wenigstens von ihrerWurzel abzulöscn und dieselben als Geschenke den Fremden zuzu-werfen. Ich wußte, daß der Napoleon von Canova dem LordWellington zugetheilt worden und in London sich befinden mußte.Längst war ich auf diese Statue aufmerksam geworden und ich be-gehrte gar sehr zu sehen, wie Canova den Kaiser idealisirt; umdarüber zur Klarheit zu kommen, ob der vieux Sergeant äs In Oaräe,an welchen ich dieses Kunstwerk gerichtet wissen wollte, in dem grie-chisch nackten Halbgott seinen vergötterten Mit Oaxoral erkennen könne.

Hier, sagte mir Robert Brown auf dem Wege nach Kcw, wohiner die Güte hatte, mich zu begleiten, hier, in diesem Hause,hinter dieser Thür steht die Bildsäule, von der wir sprechen. Undich darauf: so lasset uns hingehen, klopfen oder klingeln; die Thürwird aufgehen und wir sehen hinein. Wenn Sie wünschen dasBild zu sehen, erwiderte, der Sitte kundig, Robert Brown, so willich an Sir Joseph Banks schreiben; auf dessen Bitte wird Ihnensonder Zweifel die Erlaubniß ertheilt werden. Oder auch der

russische, oder der preußische Gesandte. Ich kann einmal

keine großen Mittel an kleine Zwecke setzen und Polyspasten anwen-den, um eine Feder zu bewegen. Ich schüttelte mit dem Kopfe undwir gingen weiter.

Herr von Kotzebue war mit mir zugleich in London. Ich sahihn flüchtig. Er hatte sich dem russischen Gesandten angeschlossen,war deni Prinz Regenten und dem Großfürsten Nikolai Pawlowitschvorgestellt worden und klagte, daß seine Zeit anders ausgefüllt werdeals er gewünscht hätte, und daß er von dem, was ihn interessire,nur wenig zu sehen bekomme.