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3 (1864)
Entstehung
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Witter mit Blitz und Donner, Windstille und Sturm wechseltenab. In der Nacht zum 13., die ausnehmend finster war, befandenwir uns unversehens in der Nähe eines übergroßen Schiffes und inGefahr übergesegelt zu werden. Wir sahen in dieser Breite nochTropik-Vögel.

Die Nachtglciche (20. März) brachte uns Stürme. Wir hattenvom 14., erstes Mondviertel, bis zum 21., Vollmond, beständig einstürmisches Meer und abwechselnd die heftigsten Windstöße, die wirje erlitten. (Gegen 31° S. B., zwischen 318" und 325" W. L.)Am 22., dem Ostertagc, war das schönste Wetter. Morgens wurdeein Delphin harpunirt von einer ausgezeichneten Art, welche unsnoch nicht vorgekommen war.

Am 23., wo der Wind sehr schwach war, wurde vom Mast-haupt ein Segel im Norden entdeckt. Wir erreichten am Abend dieMittagslinie von St. Petersburg. Am 27. befanden wir uns schonauf der Bank, welche die Südspitze Afrika's umsäumt, und derStrom trieb uns schnell westwärts unserm Ziele zu. Am 29. hattenwir Ansicht vom Lande, westlich vom Eap Agulhas. Wir liefenin der Nacht vom 30. zum 31. in die Tafelbai ein.

Da hatte uns der alte Adamastor*) einen Trug gespielt unduns in die größte Gefahr verlockt, die wir vielleicht auf der Reisebestanden. Herr von Kotzebue kannte die Tafelbai nicht und mußtewohl keinen Plan von derselben haben. Er sagt selbst:Durch

verschiedene Feuer am Ufer irre geleitet, hatte ich nicht den Ort ge-troffen, wo die Schiffe gewöhnlich zu liegen Pflegen. BeiTagesanbruch merkten wir erst, daß wir nicht vor der Capstadt ge-ankert, sondern am östlichen Theile der Bai, drei Meilen von derStadt entfernt." Auf dem Strande vor uns, dem wir in der Nachtzugesteuert waren und von dem uns der Wind abgehalten hatte,lagen zur Warnung die Wracke verschiedener Schiffe.

Es wehte stürmisch aus Süden. Ein Lootse holte uns aus dergefährlichen Stelle, die wir einnahmen, und brachte uns auf densichern Ankerplatz vor der Stadt, wo Windstille war oder auch ein

*) Oamosns Duslaäa, V. 91.