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Ich hatte hier zuerst den Trepang kennen gelernt. Der Gou-verneur, der für den Markt von Canton diese kostbare Waare sam-meln und bereiten läßt, hatte mir über die verschiedenen ArtenHolothurien, die in den Handel kommen, ihr Vorkommen, ihre Be-reitung und über den wichtigen Handel selbst, dessen Gegenstandsie sind, die Notizen mitgetheilt, die ich theils in meinen Bemer-kungen, theils in den Verhandlungen der Akademie der Natur-forscher (D. X. ?. II. 1821. p. 853) niedergelegt habe. Er hattemir einige dieser Thiere verschafft; die abzureichen waren, lebendig;andere geräuchert und in dem Zustande, worin sie zu Markt ge-bracht werden. (Sie sind nun sämmtlich in dem Berliner zoolo-gischen Museum zu sehen.) Er hatte die ausnehmende Artigkeit,auch meinem Wunsche zu willfahren und diese von den chinesischenLüstlingen so sehr begehrte Speise für uns bereiten zu lassen. Esging mir aber damit, wie jenem deutschen Gelehrten, der in einerMldergallerie gelehrte Notizen aus dem Munde des Cicerone sam-melte und emsig niederschrieb, zu Hause aber sein Notatenbuch über-las und sich von seinem Reisegefährten nachträglich sagen ließ, wiedie Bilder eigentlich ausgesehen hätten.
Der Trepang muß zwei Mal vierundzwanzig Stunden bei ge-lindem Feuer langsam kochen; demnach ward der Genuß desselbenauf die letzte Mahlzeit aufgespart, die Don Jose de Medinilla yPineda uns vor dem Scheiden aus Agava gab. Aber ich hatte beiTagesschein den grünen duftigen Wald von Guajan noch nur vonweitem gesehen und wollte doch wenigstens einen flüchtigen Blick aufdiese Flora werfen. Ich verzichtete auf das Mittagsmahl und be-nutzte die Zeit, den Weg nach dem Hafen zu Fuß botanisirend zu-rück zu legen, wobei mich noch Don Luis begleitete. — Was daSSammeln von Pflanzen anbetrifft, konnte sich wohl Eschscholtz aufmich verlassen, ich aber nicht auf ihn.
Mit unserer Schiffsgesellschaft trafen am Abend des 28. No-vember die mehrsten spanischen Offiziere am Bord des Rurik's ein.Wir verlebten noch flöhe Stunden zusammen und sie blieben zuNacht bei uns. Was ich von kurzer Waare, Glasperlen und Aehn-lichem noch übrig hatte, übergab ich Don Luis de Torres und ließ