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keine Ansicht der Gegend. In die bewohnte Ebene herabgestiegenund im Begriff in das Dorf einzuziehcn, wo wir übernach ten solltenmachte ich mir aus zwei Schnupftüchern ein anständiges Kleid. Einwinzigercs genügte meinem Führer; sein ganzer Anzug bestand ineinem Endchen Bindfaden von drei Zoll Länge, guo xens sä sero-tnm ropreoso cutem ^roteaetam IiAuvit.
Ich habe auf der Reise nie blecherne botanische Kapseln, son-dern an deren Statt Schnupftücher gebraucht. Man breitet einTuch aus, legt die gesammelten Pflanzen quer auf dasselbe, preßtsie mit einer Hand zusammen und bindet mit der andern Hand unddem Munde die zwei entgegenstehenden Zipfel des Tuches zu einemKnoten; der untere Zipfel wird eben auch mit den andern verknüpft,und der obere vierte dient zum Tragen. — Auf größeren Exkursio-nen, wo man einen Führer und Träger hat, nimmt man ein ge-bundenes Buch Löschpapier mit, worin man zartere Blumen sogleichverwahrt. — Hier war mein Pflanzenvorrath vom Regen durchnäßtund Fäulniß zu besorgen. Im Quartier angelangt, wurde eineSeite des Hauses mit Tabu belegt und da die Pflanzen über Nachtausgebreitet. Ei» solches Tabu wird heilig gehalten. — Aber aufdem Schiffe schützt kein Tabu, und die ganze Ernte von vier Tagenmuß, gleich viel ob trocken oder durchnäßts in der kürzesten Zeit „zumVerschwinden gebracht werden". Das war unter uns der gestempelteAusdruck. In unserer abgeschlossenen, wandernden Welt hatte sichaus allen Sprachen, die am Bord oder am Lande gesprochen, ausallen Anekdoten, dis erzählt worden, und aus allen geselligen Vor-fallenheiten eine Cant-Sprache gebildet, welche der Nichteingeweihteschwerlich verstanden hätte. Durch die Erzählung auf den Rurikwieder versetzt, drängen sich mir die dort gültigen Redensarten auf,von denen diese Blätter rein zu halten ich kaum hoffen darf.
Am 10. Oktober von meiner Wanderung heimgekommen, machteich am 12. noch eine letzte Exkursion ins Gebirge, bei der michEschscholtz zum ersten Mal begleitete. Alles war zur Abfahrt be-reit, die am 13. statt finden sollte; aber Kareimoku, den mit denHäuptern des Adels die Feier eines Tabu auf dem Lande fesselte,bat einen Tag länger zu bleiben, damit er Abschied von uns