Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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Füße, meine Leute schwammen unr das Kanot im Meere; Alles kambald wieder in Ordnung. Wir fuhren nun zwischen Brandung undUfer bei geringerer Tiefe des Wassers; dieses färbte sich mit einemMale dunkler: wir waren im Pearlriver. Ich versuchte in denMittagsstunden die Wirkung der scheitelrcchten Sonne auf meinenArm, den ich ihr entblößt und von Seewasser benetzt eine Zeit langausgesetzt hielt. Der Erfolg war eine leichte Entzündung und dieErneuerung der Oberhaut.

Ich hatte einmal Grund, mit meinem Führer unzufrieden zusein, der, wie es ins Gebirge ging und ich seiner am bedürftigstenwar, mich mit dem Knaben vorangehen ließ und gar nicht nachkam,so daß ich umkehren und ihn selber holen mußte. Ein Liebesaben-teuer hatte ihn aufgehalten. Ich verschoß den ganzen Köcher meinesO-Waihischen Sprachschatzes zu einer zornigen Anrede, worin ichihn an seine Pflicht mahnte und mit Kareimokn bedrohte, der mirihn untergeordnet. Der Mann, wie es das Recht eines O-Waihiersist, lachte mich unmenschlich aus ob meiner ungefügen Rebe, die eraber sehr wohl verstand; und er gab mir im Verlauf der Reisekeine zweite Gelegenheit, meine Beredsamkeit auszuschütten.

Ein reichlicher Regen, eine Art Wolkenbruch, empfing uns aufden Höhen des Gebirges. Die Bastzeuge der O-Waihier verhaltensich wie ungeleimtes Papier gegen die Nässe. Ihre Kleider zu ver-wahren gebrauchten meine Leute den Wipfel der vraoaena terml-nalio. Maro und Kapa, Schamgurt und Mantel wurden um denStamm dicht umgewickelt und darüber die breiten Blätter nach allenSeiten zurück geschlagen und mit einem Ende Bindfaden befestigt.So trugen sie am Stamme des Bäumchens ihre Gewänder in derForm ungefähr eines Turbans. Ich selber zog meine ganz durch-näßten leichten Kleider aus, und wir stiegen vom Gebirge hinabinder Nationaltracht der Wilden". Daß die O-Waihier gegen Kälteund Regen viel empfindlicher find als wir, ist so oft bemerkt wordenund so wenig bemerkenswerth, daß ich es kaum wiederholen mag;ich will blos erinnern, daß mir als Sammler die Umstände nichtgünstig waren. Beim abermaligen Durchkreuzen des Gebirgs übereinen höhern Bergpaß hatte ich wiederholt Regen und durchaus