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verzögerte die Abreise um einen Tag, den ich die Gegend zu durch-streifen anwendete. Wir brachen den 4. am frühen Morgen auf.Die große Baidare der Ansiedelung brachte uns in den Hintergrunddes Fjordes, von wo der Landweg über die Landenge kurzer ist, alsder, den ich auf der Hinreise gemacht. Ich habe, glaube ich, ge-sagt, daß diese großen Baidaren „Frauenboote" heißen; aleutischeMädchen waren unsere Ruderer. Arme Geschöpfe! Elend, Krank-heit, Schmutz, Ungeziefer und Häßlichkeit schließen eine gewisse zarteZierlichkeit der Sitten nicht aus; diese Mädchen haben mir einenBeweis davon gegeben, und ein Geschenk, das ich von ihnen besitzeund in Ehren halte, hat mich mehr gerührt als Gunstbezeigungenvon Königen thun könnten. Auf dem Platze, wo wir Nachmittagnoch bei guter Zeit landeten, richteten wir sogleich unser Bivouakein. Unter der Baidare liegend, betrachtete ich meine Mütze, diezerrissen war, und die Gelegenheit wahrnehmend dem Schaden ab-zuhclfen, steckte ich drei Nähnadeln hinein und reichte sie so demmir zunächst liegenden Mädchen und machte sie auf das, was ichvon ihr wünschte, aufmerksam. Drei Nähnadeln! — Ein solcherSchatz umsonst! da leuchtete gar wundersam ein unaussprechlichesGlück aus ihren Augen. Alle Mädchen kamen herbei, die Nadelnzu bewundern, der Begünstigten Glück zu wünschen, und mancheschien mit Wchmuth des eignen Elends zu gedenken. — Da beglückteich sie denn alle und schenkte jeder drei Nadeln. — Wir brachen amandern Morgen früh auf und waren um drei Uhr zu Jlliuliuk. —Hier überreichte mir Saum das Gegengeschenk der dankbaren Mäd-chen, welches er mir erst nach der Ankunft einzuhändigen beauftragtwar. Ein Knäul Thierflechsenzwirn von ihrer Arbeit.
Ich habe Aleutenmädchen einen Hemdeknopf von Posamentier-Arbeit untersuchen sehen, sich unter sich darüber berathen und am Endedas zierliche Ding dergestalt nachmachen, daß ihr Machwerk würdigbefunden wurde, an daS Hemd des Kapitains geheftet zu werden.
Ich habe die Radackerinnen über ein Gewebe unserer Fabrik,über einen Strohhut, rathschlagen sehen, Material und Arbeit be-trachten und besprechen und die Frage in Erwägung ziehen: ob sol-ches darzustellen ihnen möglich sein werde.