Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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daß ein Thor für den Rurik gefunden fei. Da stieg von einer derentfernteren Inseln eine Rauchsäule auf; wir begrüßten frohlockenddas Zeichen der Menschen. Kein Fahrzeug der Insulaner ließ sicherblicken.

Der Tag neigte sich schon. DaS sBoot ward zurück gerufen,und um uns die Nacht auf unferm jetzigen Standpunkt zu behaup-ten, ward ein Wcrpanker auf das Riff hinaus getragen und be-festigt, dessen Tau in Empfang zu nehmen der Rurik unter Segelan die schäumende Brandung hinan fuhr.So klammert sich derSchiffer endlich noch am Felsen fest, an dem er scheitern sollte."Der wehende N. O. Passat hielt uns um die Länge eines Tauesvon unserm Untergange entfernt.

Hier um das Riff und seine Oeffnungen umringten unS Boni-ten, fliegende Fische, und eine Unzahl Haifische, die unsere Bootebedrohlich verfolgten. Zwei wurden gefangen und verspeist.

Am 6. veränderte sich vor Tagesanbruch der Wind, und, zumOsten übergehend, trieb er uns der schäumenden Brandung zu. VomKabeltau uns lösend gingen wir unter Segel. Sobald die Sonneaufgegangen, kehrten wir zurück. Um 10 Uhr Morgens drangenwir, zu beiden Seiten von der Brandung umbraust, alle Segel auf-gespannt, mit Wind und Strom durch die Rurik-Straße in dasinnere Meer der Gruppe Otdia der Inselkette Radack hinein.

Indem das Becken mit der Ebbe und Fluth sich leert und füllt,setzt der Strom zu- den Lücken seines Randes bei der Ebbe hinausund mit wiederkehreuder Fluth hinein.

Mit dem Boote ausgesandt, ermittelte der Lieutenant Schisch-mareff bei der westlichsten der Inseln einen gesicherten Platz, woder Rurik die Anker fallen ließ.

Die kühnen und geschickten Manöver, die Herr von Kotzebuebeim Eingänge in dieses und in andere ähnliche Riffgehege ausge-führt hat, müssen selbst bei dem, der von der Schifffahrt keineKenntniß hat, Interesse erwecken. Der Europäer, der fern von derHeimath mit Völkern verkehrt, über die er sich im Bortheil fühlt,wird von manchen Anwandlungen des Dünkels versucht, denen sichhinzugeben er sich nicht übereilen müßte. Diese Söhne des Meeres,