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wenn nicht alle nach der neuesten Mode, so doch alle sehr anständig.Man setzte ffich zu Tisch, und ihr Benehmen kann für ein Musterder Schicklichkeit und guten Sitte gelten. Wir hingegen, wir warendie Ungeschickten, die Tölpel; denn cs ist doch wohl gesellige Pflicht,sich nach den Sitten und Bräuchen derer, die man bewirthen will,zu erkundigen und sich in nothwcndigen Dingen darnach zu richten.Uber das Schwein, das wir den Herren vorsetzten, war nicht imMvrai geweiht worden, und so war es nicht (um mich europäischauszudrücken) kauscher, und nichts von Allem war kauscher, was amselben Feuer mit ihm gekocht und gebraten worden. Ein StückZwieback und ein Glas Wein war das Einzige, was sie genießendurften. Sie mußten nüchtern uns essen sehen, ohne sich einmal mituns unterhalten zu können; daS war unsere Bcwirthung. Sie aberbenahmen sich dabei besser, als wir uns vielleicht an ihrer Stellebenommen hätten, und ließen den guten Willen für die That gelten.Kareimoku trank ein Arocha! dem Kaiser von Rußland zu; einArocha! ward dem Tameiameia dargebracht, und wir waren guteFreunde.
Die Frauen indeß, deren einige mitgekommen waren (das Tabuist auf Schiffen minder streng als auf dem Lande, wo sie unterTodesstrafe das SpeisehauS der Männer nicht betreten dürfen), —die Frauen, sage ich, tranken indeß Wein und betranken sich, wasein O-Waihier von Stand nie thun wird.
Das von Choris gemalte sehr ähnliche Bild von Tameiameiamachte ein ausnehmendes Glück. Alle erkannten es, alle hattenFreude daran. — Ich werde einen Zug nicht vergessen, welchen manvielleicht für die Sitten dieses Volkes bezeichnend finden wird. DerMaler hatte in sein Zeichnenbuch neben den König ein Weib aus derMittelklasse gezeichnet. Herr Jung, dem zuerst das Blatt gezeigt wurde,fand diese Nachbarschaft dergestalt bedenklich, daß er unserm Freunderieth, die zwei Portraite entweder zu trennen, oder gar nicht sehenzu lassen. Dem gemäß ward das Blatt durchgeschnitten, bevor dasBild des Königs andern O-Waihicrn gezeigt wurde. Von diesemsehr gelungenen Portrait theilte Choris hier etliche Kopien auS.Wie wir im nächsten Jahre nach Manila kamen, hatten sich bereits