Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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angelangt und daselbst im Dienste der amerikanischen Compagniezurückgeblieben, war, vermuthlich von Herrn Baranoff ausgesandt,anscheinlich zu wissenschaftlichen Zwecken auf die Sandwich-Inselngekommen, wo er den Schutz des Königs genossen hatte. Der Dok-tor Scheffer hatte die verschiedenen Inseln bereist. Auf O-Wahu,wo zwei Schiffe der russisch-amerikanischen Compagnie (die Clemen-tia und die Entdeckung) angelegt, war verschiedentlich gegen denKönig und gegen die Volksreligion gefrevelt worden. Die Russenhatten einen Morai entweiht und die Förmlichkeit der Besitznahmeder Insel, bei Aufziehung der russischen Flagge auf dem Lande, voll-zogen. Vermittelnde Europäer hatten das Blutvergießen verhindert,und die übermüthigen Fremden hatten, gezwungen sich einzuschiffen,mit Krieg und Eroberung gedroht. Welch ein Anthcil der Schuldjenen Schiffen, welcher dein Doktor zuzuschreiben sei, bleibe unent-schieden; die größere Erbitterung war gegen den Doktor. Gegen-wärtig war derselbe auf den westlichen Inseln, deren König Tamarier vermocht hatte, sich unter russischer Flagge gegen seinen Lehns-herrn Tameiameia zu empören.

Bekanntlich war zur Zeit der Eroberung Tameiameia, der ehe-dem selbstständige König von Atuai und den westlichen Inseln, demGewaltigen zuvorgekommen, indem er sich ihm freiwillig unter-worfen.

Das war der jetzige Stand der Dinge. Als wir im Spätjahre1817 nach den Sandwich-Inseln zurückkamen, hatte auf diesemSchauplatze der Doktor Scheffer seine Rolle bereits ausgespielt; derKönig von Atuai, dem er lästig geworden, hatte ihn wcggewiesenund hatte aufs neue Tameiameia gehuldigt. Der Doktor Schefferkam nach Petersburg, wo er mit abenteuerlichen Anschlägen undRathschlägen kein Gehör gefunden zu haben scheint. Er tritt späterals kaiserlich brasilianischer Werboffizier in Hamburg auf.

Wie ich mit Eschscholtz botanisiren ging, umringte uns einemehr lachende als drohende Menge. Ein Häuptling, an seiner Hal-tung und seinem fast riesigen Wuchs nicht zu verkennen, schwang,wie wir den Weg gingen, den er kam, lachend seinen Wurfspießgegen mich und drückte mir dann mit dem Friedensgruße:Arocha!"