Druckschrift 
3 (1864)
Entstehung
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wurden die Zelte am Lande aufgerichtet, daS Observatorium und dasrussische Bad. Am Abend statteten wir dem Kommandanten einenBesuch ab. Acht Kanonenschüsse wurden zum Empfang des Kapi-tals von dem Presidio abgefeuert.

Nicht aber nach diesen überflüssigen Höflichkeitsschüssen, sondernnach den zweien der russischen Flagge schuldig gebliebenen begehrteder Kapital; und er bestand mit Beharrlichkeit auf deren Erstat-tung. Darüber ward lange unterhandelt, und nur unwillig undgezwungen (ich weiß nicht, ob nicht erst auf Befehl des Gouverneurs)bequemte sich endlich Don Luis de Arguello, die zwei vermißtenSchüsse nachträglich zu liefern. Es mußte noch einer unserer Ma-trosen nach dem Fort kommandirt werden, um die Leine zum Auf-ziehen der Flagge wieder in Ordnung zu bringen; denn sie war beidem letzten Gebrauch zerrissen, und es war unter den EinheimischenNiemand, der vermocht hätte, an dem Mast hinauf zu klettern.

Das Fest des heiligen Franciscus gab uns Gelegenheit, dieMissionare in ihrer Wirksamkeit, und die Völker, an die sie gesandtsind, in gezähmtem Zustande zu beobachten. Ich werde dem, wasich in den Bemerkungen und Ansichten gesagt habe, nichts hinzuzu-füge» haben. Man kann über die Stämme der EingeborenenChoriS Nachsehen, der in seinem Voxnge xittoreLgus eine schätz-bare Reihe guter Portraits gegeben hat; nur sind die nachträglichin Paris gezeichneten Blätter X. und XII. auszuschließen; daßman so, wie dort dargestellt, den Bogen nicht braucht, weiß Jeder.Choris liefert sogar in seinem Texte kalifornische Musik. Ich weißnicht, wer es übernommen haben mag, hier und noch einige Maleim Verlaufe des Werkes Noten nach Choris Gesang zu Papierzu bringen. Ich Pflegte zwar dem Freunde cinzuräumen, daß erbesser sänge als ich, doch durfte er nicht den großen Vorzug be-streiten, den mein Gesang vor dem seinen habe, sich nämlich fast niehören zu lasten.

Der Kapitain hatte hier, wie in Chile, den Kommandantenund seine Offiziere an unfern Tisch zu gewöhnen gewußt. Wirspeisten aus dem Lande unter dem Zelte, und unsere Freunde vomPresidio pflegten nicht aus sich warten zu lassen. Das Verhältniß