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an Nahrung, die ich nicht bei mir behalten konnte, merklich schwächte,verlor ich dennoch nicht den Muth. Ich ließ mir von Andern er-zählen, die noch mehr gelitten als ich, und von Nelson, der nie zurSec gewesen, ohne krank zu sein. Ich duldete um deS freudigenZieles willen die Prüfung ohne Murren.
Wormskiold hatte indeß die meteorologischen Instrumente zubeobachten übernommen. Seine Kenntniß des Seelcbens gab ihmeinen großen Borsprung vor mir, der ich, in die neuen Verhältnisseuneingeweiht, durch manchen Verstoß unvortheilhafte Vorurtheilewider mich erweckte. Ich wußte z. B. noch nicht, daß man nichtungerufen den Kapitain in seiner Kajüte aufsuchen darf; daß ihm,wenn er auf dem Verdeck ist, die Seite über den: Wind ausschließ-lich gehört, und daß man ihn auch da nicht anreden soll; daß dieseselbe Seite, wenn sie der Kapitain nicht einnimmt, dem wachthaben-den Offizier zukommt; ich wußte Vieles der Art nicht, was ich nurgelegentlich erfuhr.
Ich hatte nicht bemerkt, daß in Hinsicht der Bedienung einUnterschied zwischen den Offizieren und uns Anderen gemacht werde.Als wir in Plymouth einliefcn, gab ich unserm Sikoff meine Stie-feln zu putzen; er empfing sie aus meiner Hand und setzte sie vormeinen Augen sogleich da wieder hin, wo ich sie eben hergenommenhatte. So ward mir kund, daß er nur seinen Offizieren zu dienenhabe. Ich mußte von dem Tage an auf die kleinen Dienste Ver-zicht leisten, die er mir bis dahin freiwillig geleistet hatte; derwackere Kerl war mir von Herzen gut, ich glaube, er würde für mich ^durchs Feuer gegangen sein; aber meine Stiefeln hätte er nicht wie-der angerührt. Solche Dienste wußte sich Choris von andernMatrosen zu verschaffen; Eschscholtz wußte sie sich selber zu leisten; !ich aber wußte mich darüber hinweg zu setzen und ihrer zu ent-behren.
Ich ward, sobald das Schiff vor Anker lag, zu dem Kapitaingerufen. Ich trat zu ihm in seine Kajüte ein. Er redete michernst und scharf an, mich ermahnend, meinen Entschluß wohl zuprüfen; wir seien hier in dem letzten europäischen Hafen, wo zurückzu treten mir noch ein Leichtes sei. Er gebe mir zu überlegen,