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seine Reise nach Brasilien anzutreten. Ich faßte den Gedanken,mich ihm anzuschließen; ich ward ihm zu einem Gehülfen vorge-schlagen: — er konnte seine schon abgeschlossene Ausrüstung nichterweitern, und die Reise aus eignen Mitteln zu bestreiten war ichunvermögend.
Da kam mir zufällig einmal bei Julius Eduard Hitzig einZeitungsartikel zu Gesichte, worin von einer nächst bevorstehendenEntdeckungs-Expedition der Rüsten nach dem Nordpol verworreneNachricht gegeben ward. „Ich wollte, ich wäre mit diesen Russenam Nordpol!" rief ich nnmuthig aus und stampfte wohl dabei mitdem Fuß. Hitzig nahm mir das Blatt aus der Hand, überlas denArtikel und fragte mich: „Ist es dein Ernst?" — „Ja!" — „Soschaffe mir sogleich Zeugnisse deiner Studien und Befähigung zurStelle. Wir wollen sehen, was sich thun läßt."
Das Blatt nannte Otto von Kotzebue als Führer der Expedi-tion. Mit dem Staatsrathe August von Kotzebue, der zur Zeit inKönigsberg lebte, hatte Hitzig in Verbindung gestanden und warmit ihm in freundlichem Verhältnisse geblieben. Briefe und Zeug-nisse meiner Lehrer, die zu meinen Freunden zu rechnen ich stolzsein konnte, sandte Hitzig mit der nächsten Post an den Staatsrathvon Kotzebue ab, und in der möglichst kurzen Zeit folgte auf dessenAntwort ein Brief von seinem Schwager, dem Admiral, damaligemKapitain der russisch-kaiserlichen Marine, von Krusenstern, dem Be-vollmächtigten des Ausrichters der Expedition, Grafen Romanzoff,aus Reval vom 12. Juni 1815. Ich war, an die Stelle des Pro-fessors Ledebour, den seine schwache Gesundheit zurückzutreten ver-mocht hatte, zum Naturforscher auf die zu unternehmende Ent-deckungsreise in die Südscc und um die Welt ernannt.