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Gotznamen, Gotthelf, Waltsgott, Wisgott (= wisse Gott),Gottseigeert, Avemctria und Paternoster, sämmtlicli Aus-drücke frommer Gesinnung und als Gegenstück dazu denFluch Gotzzorn. Dann führt er die Familiennamen Hallo,Hollo, Juch, Warlich, Gutheil und den plattdeutschen Fa-miliennamen Ilotop (Hut auf!), ursprünglich sämmtlicli Aus-rufe, an und leitet schliesslich den baslerischen Familien-namen Posch von dem am Oberrhein üblichen Rufe „IIo-schaho ! u her, mit welchem man sich an der Thür anmeldetoder Einlass begehrt. Heintze bringt unter andern die NamenHerrgott, Kirieleis (Bechtold Kyrieleyson 1366), Gottbehütund Simmergott, ursprünglich sam mir Gott = sowahr mirGott helfe! bei; daneben aber auch Dusendtilfel.
Aus unserm Material mögen noch folgende Namen an-gereiht werden: Altergott (Karlsruhe 1890), Gottlob, Hab-ilank, Gotzwill (Bela Gotzwillin, Steuerbuch 1400), Schiveig-still (Nesa Swigstill, ebenda), Hui (in Dietlikon), Iloppoho(Heini Hoppenho, einer der 1444 bei Greifensee Enthaup-teten, Kleinhans Hoppoho von Stein a. Rh. im Glückshafen-rodel von 1504; nach dem Schweizerischen Idiotikon, BandII, Sp. 1485 = der Hinkende), Achtznit oder Achtziniit= Acht es nicht (Daniel A. von Bremgarten, ebenda). DerName Bokstod (Joh. B. im Steuerbuch von 1357) mag durcheuphemistische Umwandlung aus dem Schwure Gotztod ent-standen sein. Ganz besonders charakteristisch ist aber derim Steuerbuch von 1357 aufbewahrte Name des MetzgersHeini uf min sele, wo eine noch heute in unsern Gegendengangbare Betheuerung gänzlich unverkürzt und desshalb mitsprechender Deutlichkeit Name geworden ist. Da Letztererfür den bleibenden Gebrauch zu lang und schwerfällig seinmusste, ward er nachmals verkürzt und es ist sehr wahr-scheinlich, dass von ihm der Name Seel herrührt, den nochvor sieben Jahren eine gewisse Frau Knüsli, geborne Seel,in Zürich trug.
Besonders lebhaftes Interesse vermögen die originellen„Satznamen“ zu erwecken, meist Imperative, in welchen zwei,