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cliplomen statt ihrer bisherigen bürgerlichen Namen auchgleich einen neuen Namen zu verleihen, der einen möglichstaltadelichen Anstrich hatte, oder, wenn der ursprünglicheName beibehalten wurde, ihm durch ein wohlklingendesPrädicat Relief zu geben. Es ist im einleitenden Abschnitteschon bei Anlass der Namensänderungen von der Umwand-lung der Namen Meyer in von Meyenburg, Oirtanner inFreiherren, nachmals Grafen von Luxburg, Schumacher invon Ulmenstein, Meyer von Freiburg im Breisgau in vonFahnenberg u. s. w. die Rede gewesen. Wenn in solchenFällen die mit einer Standeserhöhung und Namensänderungbegnadete Familie ein adeliches Gut besass, wie es bei denGirtanner mit dem Schlosse Luxburg am Bodensee derFall war, so lag es nahe und traf das Richtigste, wenn derneue Name von dieser Besitzung geschöpft wurde. Alleinein derartiger Besitz traf nicht immer zu. Dann wurdeeben ein wohltönender Name eines imaginären Schlossesoder Edelsitzes formirt, bald aus dem ursprünglichen Namender zu adelnden Familie — wie von Meyenburg aus demNamen Meyer, oder von Hartenberg aus dem ebenfallsschaffhausischen Namen Iiarder, von Hochreut aus demst. gallischen Namen Hochreutiner — bald aus dem Orts-namen der frühem Heimath des zu Nobilitirenden — wievon Ulmenstein mit Rücksicht auf den Ursprung des Reichs-kammergerichtsassessors Schumacher aus der Stadt Ulm —bald aus einer bedeutenden Handlung oder erspriesslichenThätigkeit des Diplomempfängers — wie bei von Fahnen-berg , wo dieser Name ertheilt wurde zur Erinnerung daran,dass der Stadtschreiber Mayer durch Aufpflanzen der weissenFahne die Stadt Freiburg vor der Erstürmung und Plün-derung durch die Franzosen bewahrt hatte, oder wie beiSchubart von Kleefeld, wo Job. Christoph Schubart mitdem Adel beehrt wurde wegen seiner Verdienste um dieHebung der Landwirthschaft und speciell um die Verbesse-rung des Kleebaues.
Oft, wenn als Prädicat der fingirte Name irgend einerim Monde liegenden Burg oder Herrschaft ertheilt wurde,liess man diesen Namen an den Namen der Familie an-