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Wenn wir uns vergegenwärtigen, dass oft in einer undderselben Thalscliaft verschiedene geistliche oder weltlicheGrundherren Giitercomplexe von solchem Umfange besassen,dass Letztere die Oberaufsicht eines Meyers oder Kellerserforderten, so erklären wir uns leicht, wie es nach undnach eine solche Unmasse von Familien geben konnte,welche diese Amtstitel, namentlich den Erstem, als Familien-namen führen.
Es kam bald so weit, dass der Familienname Meyer— in den Schreibarten Mejer, Meier, Meyer, Meijer, Meir,Meyr, Maier, Major, Mayer, Majer, Mair, Mayr vor-kommend — vielerorts gar kein unterscheidender Familien-name mehr sein konnte, wesshalb man sich genöthigt sah,die vielen Meyer-Sippen durch Zusätze zu ihrem gemein-samen Namen und ehemaligen Amtstitel von einander zuunterscheiden. Heintze ist diesen Compositionen mit demTitel Meyer mit grossem Fleisse nachgegangen und hateinige Hundert derselben nach der Art des Zusatzes classi-iicirt. Sehr zahlreich sind die Zusammensetzungen mit alt-deutschen oder kirchlichen Personennamen wie Ahrensmeyer,Heinemeyer, Ottmeyer, Clausmeyer, Petermeyer, ebensodiejenigen mit der Bezeichnung einer Beschäftigung oderder Benennung von Werkzeugen, Waaren, Kleidung undSpeise, wie Krugmeyer, Schmidtmeyer, Eisenmeyer, Glas-meyer, Kesselmeyer, Schürzmeyer, Stiefelmeyer, Zwily-meyer, Biermeyer, Grützemeyer, Milchmeyer. Von Zusam-mensetzungen mit EigenschaftsWorten führt er beispiels-weise an: Biedermeyer, Blassmeyer, Fröhlichmeyer, Grob-meyer, lleulmeyer, Kleinmeyer. Die äusserst zahlreichen,von Heintze beigebrachten Compositionen des Namens Meyermit einer nähern Bezeichnung des Wohnortes lassen wirhier ganz unberührt und heben nur von den Zusammen-setzungen nach Erzeugnissen des Bodens, nach Thieren(wohl meist Wuclierthieren, welche der Meyerhof zu haltendie Verpflichtung hatte), nach Verpflichtungen, Abhängigkeitund Berechtigungen noch folgende heraus: Gerstemeyer,Linsenmeyer, Veesenmeyer, Kleemeyer, Krutmeyer, Salat-meyer, Piltzmeyer, Birkenmeyer, Buchmeyer, Lindenmeyer,
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