wohl Lohstampfer, ist der Mann, der eine Lohestampfe be-treibt, also der Gerberei die Gerberlohe liefert.
Breiser, Preisen, Preiswerte (von brisen = schnüren)ist zunächst der Schnürriemenmacher, dann allgemein derPosamenter, Schindler der Schindelnmacher, Schlachter,Schlächter der Fleischer, Schlothauer der Schlosser, Segesser,Sägesser, Segisser (Cunz Segenser, Steuerbuch 1357) derSensenschmid.
Spener bedeutet nach Heintze den Stecknadelmacher,da die Stecknadel wegen ihrer Aehnlichkeit mit einem Dornspina, spene, spinula, spinele, spenel genannt ward. Sprengerist der Steinsprenger, Spühler der Verfertiger der für dieWeberei erforderlichen kleinen Spulen, Spüli. — Mit Stecherkann ebensowohl der Siegeb oder Modelstecher als derKupferstecher gemeint sein. Steinbriichel ist gleicher Be-deutung wie Steinbrecher; Steinhauer, Steinmetz und inalterthümlicher Form Steinhüwel (Andres St. von Stein a. R.,im Glückshafenrodel von 1504) sind diejenigen Handwerker,welche durch Behauen den Steinen die für den Bau nöthigeForm und Grösse gaben. Der Name Stellmacher ist in dieSchweiz erst in neuester Zeit importirt worden und be-zeichnet den, welcher Wagengestelle anfertigt, den Wagner.Unter Warmer, insofern dieser Name nicht auf eine Oertlich-keit „in der Wanne“, gleich in der Thalmulde, zurückgeht,wird der Handarbeiter zu verstehen sein, welcher die ganzbreiten und flachen „Wannen“ flicht; ganz deutlich trittdiess zu Tage beim Namen Wannenmacher (Glückshafen-rodel 1504), während der Korber Körbe und der Zeindler(Name im untern aargauischen Freiamte) „Zeindli“, kleine„Zeinen“ liefert. Nach Hessel „Die deutschen Familien-namen“, Kreuznach 1869, gehört auch der Name Zauner,Zeuner hieher, indem „Zäune“ in jener Rheingegend einenWeidenkorb bedeutet, also mit unsrer „Zeine“ identisch ist.
Diesen modernen, dem Handwerk oder der Hantirungentnommenen Namen mögen Folgende gleicher Art angereihtwerden, welche alten zürcherischen Actenstiicken enthobenund hierzulande ausgestorben sind: