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einen tiefen Einblick in die Thätigkeit unsrer Vorfahren zuStadt und Land thun lässt.
Viele der hieher gehörenden Familiennamen sind all-gemein verständlich und bedürfen nur kurzer Erwähnung;andere dagegen, ausgestorbenen Gewerken und unter-gegangenen Aemtern entnommen, erfordern etwelche Er-läuterung.
Von den Bezeichnungen derjenigen Gewerke, welchefür Nahrung und Kleidung des Leibes sorgen, begegnenuns als Familiennamen z. B. folgende: Bäck, Beck mitvielfachen Zusammensetzungen wie Brodbeck, Schlotterbeck,Surbeck = Sauerbeck, Weinbeck (wohl der Beck, der gleich-zeitig Wein schenkt), Täglichsbeck (der, welcher täglich ein-mal bäckt), Matzenbeck u. s. w. Der oberdeutschen FormBeck steht die niederdeutsche Becker gegenüber, welcheebenfalls vielerlei Compositionen aufweist. Weit häufigerals der Name Beck ist in Süddeutschland und der Schweizjedoch der Name Pfister, als Name eines Rathsgeschlechtesin Zürich schon 1259 vorkommend. Pfister, das lateinischepistor, welches den Müller, der gleichzeitig bei den Römernauch Brod buck, bedeutet, scheint durch die bis tief in’s13. Jahrhundert in lateinischer Sprache ausgestellten Ur-kunden in die deutsche Zunge unsrer Gegenden eingedrungenzu sein. Neben Pfister kommt Pfisterer vor und das zür-cherische Steuerbuch von 1357 lehrt uns auch einen ver-kleinerten Pfister in der Person des „Herrn Jakob Pfisterli “kennen. Vochezer (Zürcher Adressbuch, 1889) bezeichnetden Verfertiger des „Vogezenbrodes“, worüber im Schwei-zerischen Idiotikon Näheres zu finden ist, Weggier denWeggli-, Weckenbäcker (Hans Weggier am Rennweg, imGlückshafenrodel von 1504), Lebzelter und v. Lebzelternden Lebkuchenbäcker (Marti Leptzelter von Basel, Glücks-hafenrodel von 1504). Neben dem Bäcker treffen wir unterden Familiennamen den Fleischer, Fleischmann, Käser,Käsnumn (Job. Kesmann im Steuerbuch von 1400), Küchler(Kuchenbäcker), Metzger, Metzler (aus dem mittellateinisclienmacellarius = Fleischverkäufer), Simmler, in DeutschlandSenmiler — Semmelnbäcker und. Wurster. Ausgestorben