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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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Bei den oben aus unsern Gegenden beigebraeliten metro-nymischen Familiennamen darf indessen nicht verschwiegenwerden, dass solche allerdings in ihrer Mehrheit vom Mutter-namen abgeleitete Familiennamen sein werden, dass aberEinigen derselben auch eine andere Bedeutung zu Grundeliegen kann. Diese Namen mögen nämlich auch Hörigeeines Stiftes bezeichnet haben, dessen Schutzpatronin denNamen trug, welcher in diesen anscheinend metronymischenNamen steckt, ähnlich wie wir oben bei den patronymischenNamen schon angedeutet haben, dass die Namen Gallusser,Gailmann ebensowohl einen Hörigen des heiligen Gallus,also des ehrwürdigen Stiftes St. Gallen, als den Nachkom-men irgend eines auf den Namen Gallus getauften altenThurgauers bedeuten mögen.

Die Hörigen der beiden dem heiligen Felix und derheiligen Regula geweihten stadtzürcherischen Stifte Gross-münster und Fraumünster werden durch das ganze Mittel-alter hindurch mit Umgehung von St. Felix nachihrer Schutzpatronin Regula kurzweg in allen Urkundendie Regler, Rägler geheissen, die Eigenleute des Verena-stiftes in Zurzach die Vcrener. Wenn also in oder umZürich der Familienname Regler und in den Gegenden, woeinst das Chorherrenstift Zurzach seine Güter und Leutehatte, der Familienname Verener vorkäme in Glattfeldengab es früher ein Geschlecht Fr euer, läge es wohl amNächsten, diese Namen aus dem angedeuteten Hörigkeits-verhältnisse zu erklären.

Gerade der Umstand aber, dass der FamiliennameRegler nicht vorkommt, während doch die Geschlechter, dieunter die CollectivbezeichnungRegler fielen, so zahlreichwaren, ist sehr beachtenswerth. Er belehrt uns, dass dievon dem Namen einer Heiligen als Schutzpatronin einerKirche oder eines Stiftes abgeleitete Bezeichnung für dasHörigkeitsverhältniss sicherlich nur in ganz seltenen Fällen wenigstens in der Ostschweiz zum Familiennamenwerden konnte. Und wesshalb diess? Weil z. B. dieRegler-Leute nicht etwa in der Weise über den Zürich-und Thurgau u. s. w. verbreitet waren, dass in hundert