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Kuni, crfuliren nun aber noch weitere Veränderungen, indemihnen wieder verschiedene Verkleinerungssilben angefügtwurden und zwar vorzugsweise die Endungen iko, izo, undilo, zuweilen sogar zwei solcher Endungen verbunden, alsoikilo, iliko, izilo, iziko oder ikin, ilin, izin. Auf diese Weiseentstanden aus dem Namen Godo die Bildungen Godiko,Godilo, Godizo und Godiliko, Godilizo u. s. f. (Dass der-artige Formen auch in unsern Gegenden heimisch und be-liebt waren, zeigt uns beispielsweise eine wahrscheinlich insJahr 947 gehörende Urkunde der Abtei Zürich, wo unsneben den Vollnamen Meginhart, Engilger, Wolfhart dieeinfach oder doppelt verkleinerten Schmeichelformen Azilin,Engizo, Reginzo,. Razilin, Ileizilin, Theginzilin und Regin-zilin begegnen.) Treffend sagt hiezu der oft citirte AlbertHeintzc: „Diess sind die Verkleinerungsformen, die lieb-kosenden Dcminutiva oder Schmeichelformen, mit welchenwir aus dem Hochwald der altgermanischen Namengebungnunmehr in den Niederwald eingetreten sind, der was ihman Mächtigkeit der einzelnen Stämme abgeht, durch ihreMenge und dichtes Wachsthum zu ersetzen sucht.
„Staunenswerth ist die Vermehrungskraft, die in diesenalten deutschen Personennamen hegt. Einem einzigen könnentausende entkeimen. Sie können es — denn freilich sindnicht alle Keime fruchtbar geworden, wie nicht aus jederEichel im Walde ein Baum entsteht; aber die Möglichkeitist vorhanden.“
Pauli in seinem „Programm der liöhern Bürgerschulezu Münden 1870 und 1871“, betitelt „Ueber Familien-namen, insbesondere die von Münden“, hat nachgewiesen,wie aus dem Namen Godeberaht, einstämmig verkürzt inGodo, zweistämmig Godbo, Gobbo und Gobo, durch ein-fache Verkleinerung mittelst der Endungen ilo, izo und iko21 Namen, aus diesen durch doppelte Verkleinerung 49Formen entstehen konnten. Diese 75 Grundformen habensich nun mit der neuhochdeutschen Sprache weiter entwickelt,und Pauli berechnet, dass 6000 Namenformen gebildetwerden konnten, die alle auf die Urform Godeberaht zurück-gehen.