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Mutter, anzufügen. Sprachlich das Richtigste war es, indiesem Falle den Namen des Vaters im Genitiv anzuwenden.So führt uns eine Urkunde der Abtei Zürich von 1177 einenRudolfus, filius Dietelonis (Rudolf, Sohn Dietelo’s) und Ru-dolfus, filius Martini, eine andere Abteiurkundc von 1220tres fratres filii Ortlicbi (drei Brüder, Sühne Ortliebs) vor,und das zürcherische Steuerbuch von 1357/1358 kennt einenUli Konrades. Einzelne von im Genitiv stehenden Personen-namen herkommende Familiennamen haben sich hie und daerhalten und zwar sowohl in der lateinischen Form Arnold?,IIe?i?'ici, Wilhelmi, Corrodi, ursprünglich Koradi, Friederici,Rudolf hi, als in der deutschen Arnolds, A?'?ioltz, Seifrids ,Seifritz, llux (Hugs), Friedrichs, Otten , Wolfleilsch (ur-sprünglich Wolfliebs, Vulfliubs, Kerez (Kehrets, Kerhards),Wildholz (ursprünglich Wiltpolds) u. s. w. Von den mitholz zusammengesetzten Familiennamen gehört ein grosserTheil hieher und keineswegs zu den die örtliche Herkunftbezeichnenden Namen, so A?nholz (eigentlich Arnolds), Bein-holz (eigentlich Reinolds), Hehnholz (eigentlich Helmolds),vielleicht auch Unholz (ursprünglich Hunolds). Es ist hierein h in den Zusammensetzungen mit old (walt) fälschlicheingeschoben worden. Hieher mögen auch gleich die Zu-sammensetzungen mit „Sohn“, gewöhnlich abgeschliffen in„sen“, wie Wilmsen, Marquardsen etc. eingereiht werden,in welchen der gleiche patronymische Sinn steckt, wie inden Genitiven. Diese Form treffen wir häufig in Nord-deutschland, im Süden begegnen wir mehr einer patrony-mischen Bildung auf er und ler, wie sie sich z. B. in denNamen Conradter (altes Memminger Geschlecht), Seibolter,Hartler (aus Leonhard), ferner, aus Koseformen heraus-gewachsen, in Namen wie Kuenzer (Freiburg i B.) äussert.
Aber in weitaus den meisten Fällen wurde schon damals,als die Bei- oder Familiennamen aufkamen, der Vatername,wenn man diesen zur nähern Bezeichnung eines Individuumsbenutzen wollte, einfach im Nominativ hinzugesetzt, wieHeintze sagt „infolge einer schon damals eintretenden Er-starrung der Sprache, vielleicht auch, weil man den Namendes Vaters deutlicher wollte hervortreten lassen“. Häufig