In Basel vertauschte mit obrigkeitlicher Genehmigungim Anfang des laufenden Jahrhunderts ein Zweig des Ge-schlechtes Ochs diesen wenig schmeichelhaft klingenden undbei Vielen überdiess durch die politische Rolle, welche derOberstzunftmeister Peter Ochs in der Revolution gespielthatte, missliebig gewordenen Namen mit dem Namen His.In Chur ändert im laufenden Jahrhundert ein GoldarbeiterSchwyn seinen Namen in Albert um.
Albert Heintze theilt mit, dass unter Friedrich demGrossen ein Husarenoberst, der von Hause aus den Familien-namen „ Schöps “ führte, diesen ablegen und mit „ Rudorf “vertauschen musste, dass vor circa 30 Jahren im Württem-bergischen eine Familie ihren nicht sehr ansprechenden Na-men Kühfuss in Reiff umgewandelt habe, ferner, dass nachdem Attentate des Bürgermeisters Czech auf König FriedrichWilhelm IV. von Preussen, welches durch das bekannteStudentenlied vor der Vergessenheit bewahrt wird, einigein der Ivassubei wohnhafte Familien des Namens Czech sichbei dem Monarchen um eine Aenderung ihres jedem loyalenUnterthanen verhasst gewordenen Namens beworben haben,worauf der Monarch ihrem Namen das Cz vorn strich unddem Rest ein t ansetzte, mit welchem neuen Namen Echtdann die „acht“ königstreue Gesinnung der Petenten hübschzur Darstellung gebracht wurde.
Bei uns im Kanton Zürich sind heutzutage die Namens-änderungen weit häufiger als man gewöhnlich anzunehmenpflegt. Laut gütiger Mittheilung der Staatskanzlei des Kan-tons Zürich sind in dem Zeiträume von 1853—1885 mitBewilligung des Regierungsrathes 22 Namensänderungen imKanton Zürich vorgenommen worden, wobei allerdings inden inehrern Fällen ein schon vorhandener und nur ineinigen wenigen Fällen ein neu erfundener Name gewähltund in Gebrauch genommen wurde.
Zu der letztem Kategorie mögen folgende Namens-umwandlungen gehören :
1875 Kunz in Biefer,
1878 Schneider „ Schniter,
1881 Hofer „ Debrun,