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Deutsche Familiennamen nach ihrer Entstehung und Bedeutung, mit besonderer Rücksichtnahme auf Zürich und die Ostschweiz
Entstehung
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doch eines Metallarbeiters im Allgemeinen sich bei diesemStamme gleichmässig fortvererbt haben, so trifft diess dochbei den meisten der eben aufgeführten Namen, die in jenerZeit der starken Einwanderung wohl zugewanderte Gesellenbezeichnen mögen, nicht zu. Unmöglich ist es ja nicht,dass ein solcher der zürcherischen Schmidezunft aus demReiche zugereister Geselle seinen Namen Kessler, Kanmn-giesser oder Sclnvertfeger schon als Erbstück des Vatersoder Grossvaters über den Rhein mitgebracht haben mag,zumal in jener Zeit der Sohn noch weit mehr als heutzu-tage den Beruf des Vaters fortsetzte; aber für einen Tlieilder oben genannten Individuen glauben wir doch behauptenzu dürfen, dass die Uebereinstimmung ihres Namens undihres Gewerbes ganz frisch ist und darauf beruht, dass dieEinwohnerschaft der Stadt Zürich die betreffenden Persön-lichkeiten, deren ursprünglichen Geschlechtsnamen ignorirend,kurzweg nach dem Berufe, den sie eben ausüben, benannt hat.

Nachdem wir nun versucht haben, anschaulich zumachen, wie ungezählte Generationen hindurch dasIndividuum mit seinem blossen Personennamen genügendbezeichnet wurde, wie dann vom 11. Jahrhundert an dieVermehrung der Bevölkerung und des Verkehrs eine weitereBezeichnung der einzelnen Persönlichkeit dringend erforder-lich machte, wie diesem Bedürfniss durch Beinamen abge-holfen wurde, die sich auf die Nachkommen vererbten unddadurch zu Familiennamen wurden, wie in der von ale-mannischer Bevölkerung bewohnten Schweiz Ende des 13.Jahrhunderts diese Familiennamen allgemein im Gebrauchwaren, wie dieselben dann in den folgenden Jahrhundertensich den Geschlechtern oder Stämmen, welche sie führten,immer fester anhefteten, wobei einige Ausnahmen von derRegel, also besonders auffällige Namensänderungen bis ins17. Jahrhundert hinein, namhaft gemacht worden sind; nach-dem diess Alles geschehen, darf zum Schlüsse dieses ein-leitenden Theiles unserer Arbeit wohl die Frage aufgeworfenwerden, ob heute, im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts,eine Stabilität in den Familiennamen eingetreten sei. Wirddiese Frage nur mit Bezug auf eine einzelne Ortschaft,