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Dionysius der Karthaeuser : 1402 - 1471 ; sein Leben, sein Wirken, eine Neuausgabe seiner Werke ; aus dem Französischen mit einigen Ergänzungen des Verfassers in's Deutsche übersetzt von einem Priester des Karthaeuser-Ordens
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Tröstungen. Seitens der hervorragendsten PersönlichkeitenDeutschlands, Englands, Belgiens, Frankreichs und Italienserhielt er Zeichen der Anerkennung und der Ermuthigung.Die in Antwerpen zu einem Provinzialkonzil versammeltenBischöfe Belgiens sandten ihm Glückwünsche und Subsidien.Zwei Engländer, Nikolaus West, Bischof von Ely, und derRitter Hermann Rinc, Heinrich’s VIII. Vertrauter, kamenihm nach besten Kräften zu Hülfe. Der Graf von Rynekmachte ihm ein grossartiges Geschenk, und zeitweise nahmendiese Unterstützungen einen wahrhaft rührenden Charakteran. Arme Klöster erlegten sich aus freien Stücken einenBeitrag auf; Wilhelm Loer, ein Weltpriester und Bruder derHerausgeber, übernahm die Publikation mehrerer Werke ;De Heze, ein Lütticher Domherr, schickte ihm, was er dieObole seiner Armuth nannte, 20 Goldstücke, wobei erschrieb : « Wahrlich, wenn ich annehmen könnte, dass dieseAusgabe wegen Geldmangels unterbleiben müsste, würdeich mein ganzes Vermögen opfern und noch dazu Schuldenmachen, um dir behülfiich zu sein. » So konnten innerhalb10 Jahre 18 Folianten und 10 Bände 12 0 oder 18 0 veröffent-licht werden. Die Werke des Dionysius blieben ihrem Cha-rakter treu; F’rüchte heiliger Bettelei, wie sie waren, wurdensie dank der Freigebigkeit der katholischen Welt publizirtLDiese Kölner Ausgabe hat allen weiteren partiellen Ausga-ben von Paris, Venedig, etc., als Muster gedient. Wir können,ohne die Pflicht der Dankbarkeit zu verletzen, die wir Loerschulden, bemerken, dass seine Sammlung nicht vollständigist. Trotz des Fleisses und der Nachforschungen des Heraus-gebers sind ihm mehrere Manuscripte entgangen und wurdenin der Folge gedruckt. Sie ist auch nicht homogen. Zuverschiedenen Zeiten und von verschiedenen Druckern her-ausgegeben, praesentirt sie alle möglichen Typen und For-mate vom Foliobande bis zum 18 0 . Endlich ist sie seltengeworden 1 2 , und es gibt wahrscheinlich keine einzige Biblio-thek in der Welt, die sie vollständig besitzt. Uebrigens wirdJedermann die Wichtigkeit dieses Werkes bezüglich der

1 Siehe die Vorreden Loer’s, passim.

- Einige Werke sind ausserordentlich theuer. Die drei Bände derOpera minora kosten annähernd 5oo Mark.