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Dionysius der Karthaeuser : 1402 - 1471 ; sein Leben, sein Wirken, eine Neuausgabe seiner Werke ; aus dem Französischen mit einigen Ergänzungen des Verfassers in's Deutsche übersetzt von einem Priester des Karthaeuser-Ordens
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wohin ihm seine zwei Brüder und späteren Mitarbeiter,Hugo und Bruno, folgten, und zeichnete sich durch einemusterhafte Frömmigkeit aus, durch eine ausserordentlicheLiebe zur Arbeit und eine Energie und Ausdauer, die sichdurch nichts erschüttern Hessen; dazu kam eine ungemeineGeschicklichkeit in Geschäftssachen, wie manche Fälle be-weisen. Er ward 1 53 9 Prior von Hildesheim, 1543 von Bux-heim und in den Jahren 1548, 1549 und 1 5 54 vom Gene-ralkapitel in den schmeichelhaftesten Ausdrücken mit derschwierigen Mission betraut, die durch die Häretiker zer-störten Häuser wieder an den Orden zu bringen und neu zuerrichten und entfaltete dabei ein so vorzügliches Talent,dass der Bischof von Augsburg, Otto Trusches, ihm die Reor-ganisation seiner Diözese übertrug, und Karl V. währendseines Aufenthaltes in dieser Stadt ihn zum Beichtvater habenwollte. Eines Tages nahm er sogar in Gegenwart des ganzenkaiserlichen Hofes seinen Mantel ab und bedeckte damit dieSchultern des demüthigen Mönches zum Beweise seiner be-sonderen Werthschätzung L

Das war der Mann, den die göttliche Vorsehung ausersehenhatte, um die Werke des Dionysius in helles Licht zu setzen.Zehn Jahre lang verwandte er darauf seine Kräfte und alleseine Augenblicke; was es ihm alles an Forschungen, anAnstrengungen, an Aerger und Verdruss gekostet hat, werdenwir gelegentlich erzählen. In Anspruch genommen, wie erwar, von einer erdrückenden Korrespondenz, jeden Augen-blick gehindert durch die Armuth, von den Kölner Buch-druckern, welche ihm harte Bedingungen stellten, gehemmt,von der Kölner Karthause, die mit Schrecken gewahrte, wieihre Schulden heranwuchsen, fast im Stiche gelassen, verlorer doch den Muth nicht. Durch die Macht der Verhältnisseauf fremde Hülfe angewiesen, sprach er den Einen umManuscripte an, den Andern bat er um materielle Unterstüt-zung, Allen aber empfahl er den Vertrieb seiner Bücher.

Inmitten dieser Prüfungen fehlte es ihm indessen nicht an

1 D. Le Vasseur. Ephemerid. Ord. Carlus., xxvi August. Bei seinemTode (i 554) gaben ihm seine Mitbrüder zu Würzburg einen ausserge-wöhnlichen Beweis ihrer Verehrung, indem sie ihn nicht auf dem ge-wöhnlichen Kirchhofe, sondern im Kirchenchore begruben.

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