ANHANG II.
VON DEN MANUSCRIPTEN DES AUTORS.
Man weiss, dass Dionysius, ungeachtet der erstaunlichenAnzahl seiner Werke, diese alle eigenhändig geschriebenhat, « nullo penitus usus amanuensi', » und einige sogardoppelt, dem Befehle seiner Obern gemäss, welche ihm auf-getragen hatten, eine Abschrift derjenigen aufzubewahren,die er verschiedenen Personen verehrte. « V. P. Visitator, »schrieb er in einem Briefe, « jam in ultima visitatione mihicommisit, ut servem apud me copiam epistolarum hujus-modi, seu responsionum et opusculorum quae aliis mitto 1 2 . »Die Spuren dieser Handschriften, die, wie leicht erklärlich,eine beträchtliche Masse ausmachen, können wir in derGeschichte verfolgen.
Im Jahre i53o oder etwas vorher sind sie zu Köln, woLoer sie mit eigenen Augen sehen kann. « Quorum (libro-rum) profecto tantus est numerus, ut juranti etiam mundonon crederem..., nisi unius Dionysii et ingenium et stylum,manum quoque et characterem prorsus eadem ubique con-spexissem 3 . » In den ersten Jahren des xvn. Jahrhundertskommen sie zum grossen Leidwesen des Petrejus, der siegern behalten hätte, nach Roermond zurück : « Omnia pro-pria conscripsit manu, sicuti eamdem etiamnum videre licetex ingentibus aliquot voluminibus Rurtemundam hinc (cumalioqui nobis jure typographico debebantur) paucis ante an-nis asportatis ‘. » Kurz vor seinem im Jahre 1 665, in welches
1 D. Petreius. Biblioth. Cartus. Colon., 1609, pag. 5 o.
2 Epist. ad Arnold. Campion. Oper, minor., t. I, f" 326 , V“.
3 In einer Vorrede erklären die Herausgeber, dass sie die Manuscriptedes Autors vor sich gehabt, « archetypon Dionysianum », und bisweilenden Sinn einiger Stellen, welche der mit Arbeit überhäufte Karthäuserweniger deutlich geschrieben, haben errathen müssen.
1 Petreius, op. cit., pag. 5o. Die Buchdrucker setzten nicht nach denManuscripten, sondern nach eigens dazu in Köln angefertigten Kopien.Loer, Vorrede zur Abhandlung De contemplatione. Das Generalkapitelvon iöqg erwähnt einen dieser Kopisten : «Obiit D. Joannes Eren, mo-