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Dionysius der Karthaeuser : 1402 - 1471 ; sein Leben, sein Wirken, eine Neuausgabe seiner Werke ; aus dem Französischen mit einigen Ergänzungen des Verfassers in's Deutsche übersetzt von einem Priester des Karthaeuser-Ordens
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hinter der Kapelle der allerseligsten Jungfrau befinden, woDionysius so häufig die hl. Messe gelesen hatte. Als er einigeMonate nachher starb, liess der Prior D. Jodocus, dem letztenWillen des Sterbenden entsprechend, an der bezeichnetenStelle sein Grab graben. Bei dieser Arbeit wurde ein guterhaltenes Todtengerippe zu Tage gefördert, welches nacheingehender Untersuchung durch Aerzte als das eines gros-sen und starken Mannes erkannt wurde; die Vorderzähne,etwas hervorstehend, Hessen auf den organischen Fehler desDionysius, wovon Loer spricht, schliessen. Der Schädel gabeinen süssen Wohlgeruch von sich ’, und die zwei Fingerder rechten Hand, welche die so fromme Feder des Schrift-stellers geführt, bewahrten noch ihr Fleisch und Haut 1 2 . Dieseehrwürdigen Gebeine wurden sorgfältig ausgegraben undin der Roermonder Karthause aufbewahrt, bis es Gott in sei-ner Güte gefiel, dieselben durch Wunder zu verherrlichen 3 .

Mgr Cuijck hatte schon die Vorbereitungen zum kanoni-schen Prozess der Seligsprechung seines berühmten Diöze-sankindes getroffen, als der Tod seiner Thätigkeit ein Endesetzte. Nach seinem Ableben hatte das unglückliche Klosterneue Prüfungen zu bestehen; nachdem es am 3i Mai 1 665zum zweiten Male abgebrannt war, wurde es in den Aufhe-bungsdekreten Joseph’s II. miteinbegriffen und am 3o Ju-ni 1783 dem Orden endgültig entrissen. Nach einer Reihevon Wechselfällen, deren Aufzählung uns zu weit führenwürde, ist es schliesslich ein Seminar geworden, in welchemnun das Andenken an den grossen Gelehrten beständig fort-lebt. « Die Zufluchtsstätte der Karthäuser, » so sagt Weiters,

1 Havensius, Ibid., cap. xi.

2 « Cum ejus corpus elevaretur, pollex et index manus dexterae inte-gri, carnosi et vividi apparuere ac si ea die humati... Quid aliud indicat,quam elucubrationibus sibi immortalitatem comparasse ? » Morozzo,Theatrum Cartus. Ord. Taurini, 1681, pag. 88. Weiters, op. cit. pag. 106.

3 Heinrich Kercken starb 137 Jahre später, am selben Tage als seinseliger Mitbruder; so wurden denn die Ueberreste des Dionysius am12 März 1608 aufgefunden, und nach dem Berichte Swert’s fehlte es nichtan Wundern, die von seiner Heiligkeit Zeugniss ablegten : « Corpusejus inventum est anno Domini 1608, ipso D. Gregorii die, quo et obiit,hodieque miraculis claret. » Swert. Athen. Belgic. Antverp., 1628, pag. 2i5.Du Saussay sagt gleichfalls in seinem Martyrol. gallic. : « DionysiusCartusianus Doctor ecstaticus, cujus corpus miraculis coruscans nupere terra levavit Henricus episcopus Ruraemundensis.