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samkeit der Karthause verloren ging 1 . In diesem Falle warihm der Weg, den er einzuschlagen hatte, durch die unabän-derlichen Ordensgebräuche genau vorgezeichnet : Dionysiusverlangte « Barmherzigkeit 2 , » und sie wurde ihm gewährt.
Doch umsonst suchte er in seiner geliebten Zelle die frühereRuhe ; er musste den überwältigenden Briefwechsel wieder-aufnehmen, der bis zu seinem Ende so schwer auf ihm las-ten wird 3 . Ein Bewunderer, fast sein Zeitgenosse, AndreasThevet, spricht sich in seiner naiven Weise folgendermassendarüber aus : « Was bei diesem guten Pater besonders auf-
Veen, Verhaal eener Samenkornst, etc. in Bijdragen en mededeelingenvan het historisch genootschap, t. XVIII, 1897, pag. 33 1.)
Um nicht weiter darauf zurückzukommen, bemerken wir, dass inFolge dieser Verhandlungen endlich die Convention von Batenburg ami 3 Oct. 1459 geschlossen wurde, nach welcher Adolf als Apanage dasSchloss, die Stadt und das Land Nymwegen erhielt, sich selbst aber eineWallfahrt nach dem hl. Lande auferlegte. (Weiters, pag. 36 .) Was füruns in dieser Erklärung aber das Hauptinteresse ausmacht, ist, dass sieuns gestattet, ein bis jetzt im Leben des Dionysius unbekanntes Datumfestzustellen. Wir können danach mit Sicherheit den Procurator von 1459mit Dionysius identificiren : 1. weil Loer dem Dionysius die entschei-dende Rolle zutheilt, welche der Procurator in dieser Erklärung spielt.(Die Bewohner von Geldern waren davon so überzeugt, dass sie ihmdas Verdienst des Friedens zuschrieben und den populären Beinamengaben : « der Mann der mit den Engeln spricht. » Loer, cap. m, 14);2. weil dieser doppelte Umstand, die Engelerscheinung nämlich und dieReise nach Venlo zu Roermond unter dem Namen des Dionysius dar-gestellt wurde. Wir glauben in der That, dass die beiden Gemälde imRefektorium auf diese Begebenheit hindeuteten, indem unser Karthäuserdarauf dargestellt war, wie er Nachts den Besuch eines Engels erhielt(Dionisius int’ Bedt, verschynt een Engel) und wie er mit dem Herzogedisputirt (Dionisius disputeert tegens den Hertogh). Oud-Holland. Nieuwebijdragen voor de gesch. der Nederl. kunst, enz. 1896, IV afl. pag. 225 .
1 Cassani, p. 72. Ohne manche andere Unannehmlichkeiten aufzuzäh-len, welche dem Dionysius bewiesen, wie wenig anziehend das Amteines Rathgebers sei. Insbesondere siehe seine Beziehungen zum Bi-schöfe von Lüttich, Johannes von Heinsberg : Loer, cap. m, i 5 .
2 Karthäuserstil ; Ausdruck für Enthebung von seinem Amte.
3 « Dionysius war nicht nur der Freund Philipp’s von Burgund undseines Sohnes, Karl des Kühnen, welche sich in ihrer Weise bestrebten,die kirchliche Reform zu befördern, sondern er besass auch die Sym-pathie Aller, welche in Deutschland und den Niederlanden mit der gan-zen Sehnsucht ihres Herzens eine bessere Zeit für die Christenheitherbeiwünschten. » Moll, Joann. Brügman, t. I, pag. 72. So war er z. B.auch derart intim mit Arnold von Geldern befreundet, dass unter dessenUnterthanen mehrere es ihm übel nahmen und sich beklagten, dass sienicht von einem Herzoge, sondern von einem Mönch regiert würden.Weiters, pag. 33 .