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lein himmlischer Perlen, dein Duft übersteigt alle Wohlge-rüche. Alles, was zu deinem Ruhme gesagt werden kann, istnichts, denn keine menschliche Zunge vermag auszudrücken,was du bist. Die dich kennen gelernt haben, lieben dich;die dich gekostet, singen dein Lob. Du bist das Schlachtfeldder Streiter Gottes, du der Schauplatz des geistlichen Kam-pfes, du der Ringplatz der Starken. O Zelle, du Schule himm-lischer Weisheit, Lehrerin der göttlichen Unterweisun-gen, wonnevolles Paradies, wo die makellosen Lilien derKeuschheit erblühen, die Purpurrosen der Liebe, die duf-tenden Veilchen der Demuth, welche, immer verborgen, derVerheerung feindlicher Stürme entgehen ; du Leiter Jacobs,auf der die Menschen zum Himmel hinauf und die Engelzur Erde herabsteigen L »
Allein diese schönen Tage sollten ihr Ende haben. « Glei-chwie ein hellschimmerndes Licht », sagt P. Cassani, « dieSchranken des engen Raumes, in den man es fesseln möchte,durchdringt, so offenbarte sich auch die Tugend des Ein-siedlers nach aussen. Seine Werke, welche mehr und mehran Zahl und Ausbreitung gewannen 1 2 , hatten ihm unter denGelehrten allmälig den Ruf eines ebenso erfahrenen als hei-ligmässigen Berathers erworben und in Beziehungen zurAussenwelt gebracht, welche mit der Stille der Zelle unver-einbar w r aren. Um nun nach Möglichkeit sowohl den Frie-den des ihm anvertrauten Klosters, als auch zugleich dasInteresse der Seelen, die dort Licht und Trost suchten, zusichern, übertrug der Prior von Roermond dem Theologendie äussere Verwaltung des Hauses 3 . » Aufrichtig gespro-chen, bezweifeln wir sehr seine Geschicklichkeit als Finanz-
1 De laude et praiconio solii, vita:, art. xxxii (Oper, minor., t. II,f’ 442 V“). — De vita et fine solitarii, lib. I, art. xxix (Ibid., f• 458) :« O vita solitaria, vita felix et sancta, vita divina et libera, vita pura etangelica, tu splendor animae, amica sapientias, ornamentum Ecclesias,plenitudo gratias, consummatio perfectionis custosque quietis et pacis ITe lex attollit, te propheta miratur, universi qui vere culmen perfectionisapicemque munditiae sortiti sunt, tuum agnoscunt prasconium. »
2 Seine Commentare waren zu Rom schon vor dem Jahre 1447 bekannt,denn Eugen IV. hatte sie in Händen und rief bei der Lektüre eines der-selben aus : « Laetetur mater Ecclesia, quae talem habet filium! » Raynald.,Annal. Eccles., Romae, t. XIX, ad annum 1471, n. 83 .
3 Cassani, pag. 67. Cf. Wetzer et Welte, Kirchen-Lexicon, ZweiteAufl. hi. pag. i 8 o 3 .
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