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Dionysius der Karthaeuser : 1402 - 1471 ; sein Leben, sein Wirken, eine Neuausgabe seiner Werke ; aus dem Französischen mit einigen Ergänzungen des Verfassers in's Deutsche übersetzt von einem Priester des Karthaeuser-Ordens
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seiner Produktivität, welche Leser und Herausgeber zurück-schreckt. Seit zwei Jahrhunderten liest man kaum mehrFoliobände ; sie sind, Gott weiss mit welchem Nutzen, durchCompendien ersetzt. 2 5 Folianten sind für die Mehrzahlunserer Zeitgenossen eine erschreckende Masse. — EndlichOpfer seiner Herausgeber; denn man muss gestehen, dassdie Kölner und Pariser Ausgabe, obwol sie den Wortlautziemlich getreu wiedergeben, durchaus nicht anziehend sind;sie sind schwer zu lesen, sind durchsäet von unnöthigenAbkürzungen, die Inhaltsverzeichnisse sind ungenügend.Sich in diesen compacten, in einem Zuge und ohne Alineasfortlaufenden Seiten zurecht zu finden, ist für viele Leser —wir sprechen aus eigener Erfahrung — eine gar starke Ge-duldübung. Hauptaufgabe der neuen Herausgeber wirddeshalb sein, etwas mehr Luft und Licht in dieses Dickicht zubringen; dann wird — davon sind wir überzeugt — Dionysiusweit zugänglicher und besser bekannt werden und alsbaldden ihm gebührenden Rang wiedereinnehmen L

i Moll gibt einen vierten Grund an : « Unter den hervorragendenMännern, die ira XV. Jahrhundert den Niederlanden zur Zierde gereichten,nimmt Dionysius den ersten Rang ein, und man würde es nicht verstehen,warum er in unsern Tagen, weit entfernt, in gleichem oder gar höheremAnsehen als sein Landsmann Thomas von Kempen zu stehen, sogarverhältnissmässig in Vergessenheit gerathen ist, wenn nicht seine Werketrotz ihrer grossen Zahl eine litterarische Seltenheit geworden wären. »Joann. Brügman, t. I, pag. 71.