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tes subtilitates vitare propono 1 . » So, zum Beispiel, schliesster, nachdem er einige Seiten der Lösung des schwierigenProblems « an esse et essentia realiter distinguantur » ge-widmet hat, höchst bescheiden : « Pro nunc reor sufficeretantumdem hinc tetigisse, quia, si Deus sic ordinaret, de hacre tractatum componerem 2 . » Nichts von jener in den Schu-len des xv. Jahrhunderts so beliebten syllogistischen Form;Behauptungen, wie Auseinandersetzungen ruhig und ge-mässigt, geführt nach Art und Weise der alten Scholastik,insbesondere der Wilhelm’s von Paris, welcher, wie esscheint, ein Lieblingsautor des gelehrten Karthäusers gewesenist; endlich unbedingtes Festhalten an der überliefertenLehre (oder die er für solche hielt), welche er nach bestenKräften vertheidigt; tiefe Hochachtung für die grossen Meister,die katholischen Väter und Doctoren, welche sie gegründethaben, und von denen er nicht duldet, dass man sie gering-schätzt 3 4 .
Ausser diesen allgemeinen Eigenschaften findet man inseinem exegetischen Werke eine tiefe Kenntniss der hl.Schrift, die er gern sich selbst erklären lässt 1 , eine steteSorgfalt, die Folgerungen und geistigen Anwendungen desTextes hervorzuheben und aus demselben praktische Regelnabzuleiten. Sein Commentar ist vorzugsweise der einesTheologen. Mittelmässig bewandert in der Geschichte, derGeographie und der Kenntniss des Alterthums, geht er nichtüber den hl. Hieronymus oder Lyra 5 , deren Werke er klug
1 In Psalmos, Proremium.
2 In I u “ Sent., dist. vm, qutest. vn.
3 Wir müssen hier noch seinen grossen, friedliebenden Sinn erwähnen,mit dem er die Meinungen seiner Gegner auf die bestmögliche Weise zuerklären suchte. F.r war lange vor unsern Modernen der Ansicht, dassman eher auf das, was einigt, als auf das, was trennt, sehen müsse.
4 Der vom Autor benutzte Text ist nicht gerade die Vulgata, sonderneine Uebersetzung, die sich der Bibel des Lyra und der des CardinaisHugo von St. Cher nähert.
5 Der Autor benutzt auch fleissig Josephus “ fidelis Judaeorum histo-riographus ” und Petrus Comestor, den Verfasser der Historia schola-stica “ vir authenticus ”,der er getreu folgt. Nebenbei gesagt, hat diesesFesthalten an Autoren, die er mit Recht oder mit Unrecht für Autoritä-ten hielt, dem Dionysius nicht immer Glück gebracht, und die meistenhistorischen und theologischen Unrichtigkeiten, welche man ihm vor-werfen könnte, haben keinen andern Grund.