posten wachten Bilsen, Herkenrode und Zeelhem, und imSüden sich wie zum Schutze ausdehnten Neumoutiers, le ValNotre Dame, la Paix Dieu, Flöne und Vau St. Lambert. DieKrone alles Ruhmes, nämlich Heilige zu erzeugen, w 7 ar die-sen blühenden Mönchskolonien nicht versagt; lebte ja inSt Trond noch ganz frisch— kaum waren drei Geschlechterdahingeschwunden 1 — in der Erinnerung seine heroischeJungfrau Christina, die Wunderbare; etwas weiter rühmtensich Spaelbeeck und Herkenrode ihrer stigmatisirten Elisabethvon Spaelbeeck, hochberühmt wegen ihrer Abtödtung undihrer täglich siebenmaligen Entzückungen 2 . Eine gewissegeheime Kraft ergiesst sich von den heiligen Wallfahrtsortenüber Alles, was sie umgibt; so verdankte Dionysius der Kar-thäuser, seiner Geburt nach in der Sphäre eines doppelten,sehr heilsamen Einflusses weilend, seine grosse Liebe zu denarmen Seelen des Fegefeuers der Christina, der seligen Eli-sabeth aber seine Andacht zu dem bittern Leiden unseresHerrn, und Beiden insgesammt seine heroische Abtödtungund seine mit so wunderbaren Entzückungen gesegneteFrömmigkeit 3 .
1 « In loco quo fuit sepulta Christina Mirabilis fui frequenter,» sagt derKarthäuser, « et dum in pueritia, in oppido S.Trudonis frequentavi, scho-lares ex relatu suorum parentum saepe loquebantur de ea. » De partic.judic. in obitu singulor., art. xxxiu. Und anderswo : « Atque, ut dice-batur, aliqui tunc vixerunt in S. Trudone, qui noverunt nonnullos quiipsam feminam gloriosam viderunt in carne. » De IV Novissim., art. l.Das Grab der gottseligen Jungfrau war zu Milen, eine halbe Stundenördlich von St. Trond. Ueber die heil. Christina siehe Acta Sand.,XXIV Julii, pag. 63 7 .
2 « Devotissima virgo Elisabeth de Spaelbeeck, compatriota mea, quiaSpaelbeeck villa est non longe a villa ortus mei Ryckel, quotidie septiesrapiebatur ad Deum. » De contemplat., lib. 111, art. xix. Bezüglich dieserHeiligen siehe Acta Sanet., XIX Oct., pag. 38q C, und Görres, Mystik,Buch. IV, Kap. xv.
3 Der Verkehr des Dionysius mit heiligmässigen Personen beschränktesich nicht auf diese beiden. Die VP seiner Predigten De venerabiliSacramento ist drei Klosterfrauen, mit denen er in Gebetsvereinigungstand, gewidmet. Die erste war eine extatische : « Hoc tibi Mechtildi,quae in Noviomagio jaces... die ac nocte in lectulo, et assiduis raptibusobdormis ac reficeris in Dilecto. » Die zweite eine stigmatisirte : « Tibiquoque Christin«, quae et instar Christi, nuper quinque vulnera in cor-pore tuo bajulasti, quorum stigmata nunc usque cernuntur in te. » Diedritte lebte durch besondere Gnade Gottes fast ohne Nahrung : « Tibietiam Catharinae, quae nullo corporeo alimento... triennio et amplius usaes, nisi modico poculo liquoris qui remanet, caseo facto ex lacte.» Oper.