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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
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341
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Die jährliche Sonnenwarme überhaupt 541

§. 648.

Die größte Winterkälke in der gemäßigten Zone fällt auf das Ende desJenners. In den beyden andern Zonen kann dieses nicht statt finden. Denn indem heißen Lrdgürkel har man jährlich zween Winter. Man sieht aber aus derFigur, daß unter der Dreite.von i >o. 44/ oder mitten zwischen demAequarorunddein Wendekreise, der eine Winter die Fortsetzung des erste» Sommers ist. Inder kalten Zone fällt die größte Kälte nvlhwendig erst nach dem Tage ein, da dieSonne wieder anfängt über den Horizont empor zu kommen. Demnach kann sieunter dem Pole erst gegen das Ende des Merzen eintreffen. Dessen nnerachtetzeigt die Figur, daß sie unter dem Polarkreise wenig geringer als unter dem Poleselbst ist, und der Unterschied etwa 5 Fahreirhercsche Grade beträgt.

§. 649.

Die größte Wärme unter dem Wendekr.ise fällt auf den 96sten Grad,und die größte Kälte unter dem Pole auf 18 Gr. Diesen Graden entsprechen- in der vorstehenden Tafel (§. 644.) Die Zahlen

1,6164 r , - 4 - 96 Gr.

0,0^ 9 , « « 18 Gr.

Unterschied , 114 Gr»

Also liegt in der Tafel eine Einheit zum Grunde, welche 71 Fahrenheitsch« oderz l^ 2xearmrucsche Grade oder 146 Grabe des Lustlhermometers, demnach un»gefähr den Tten Theil der absoluten Wärme beträgt. Es geben nun aber dieZah«len der Tafel, die von der Sonne herrührende Wärme an. Damit fällt o aufden i9ten Fahrenheitschcn Grad, den man folglich als den Grad der MittlernGrundwärme ansehcu kann. Es zeigt sich also, daß unter dem Po! zu Ende desWinters oder deS Merzen kaum mehr als die Grundwarme übrig bleibt. Da dieNacht daselbst ein halbes Jahr dauert, so hak freylich der Boden Zeit genug, alle»on der Sonne erlangte Wärme wieder zu verlieren.

§. 6zo.

Um die Art, wie sich die Sonnenwarme und Winterkälke nach den ver<schiedenen Polhöhen ändert, besser anzugeben, habe ich die Mir Figur gezeich» Tttur;«.net, wv die Abseissen die Grade der Polhöhe, die Ordinalen aber die Grade derSommerwarme und Wmrerkälte vorstellen. Mitten zwischen beyden k>ummenLinien gehl noch eine pimctille, welche für jede Polhöhe das Mittel zwischen derSemrnerwärme und Winrerkaite angibt. Dieses Mittel ist aller Orten über deinKrierpunct, und in der kalten Zone fast durchaus gleich, jedoch unterm Pol, umetwas weniges großer als zwischen dem /osten und Losten Grad der Brette. Saweit dieses Mittel über dem litten Grad des Z.chrmheirschen Thermometers

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