L8o
Der
Pyrometrie
oder
vom Maaße des Feuers und der WarmeSechster Th eil.
Erstes Hauptstück.
Grundbegriffe.
§. 5 ' 5 .
verstehe hier Lurch Menge der Wärme so viel als die ganze Summe oder denganzen Vorrath derselben in beliebigen Absichten. Sie kömmt in vielenFällen mit dem überein, was wir Menge der Feuercheilchen nennen können. Esgiebt aber auch Fälle, wo ein Unterschied gemacht werden muß, sofern nemlichvon gleich vielen Feuercheilchen ungleich viel Wärme entsteht, wenn sie nicl't in ei,nerley Art von Körpern sind. (§. ;oy.) Das Wort Wärme bezieht sich aus dieKraft der Wärme, ohne Rücksicht auf die Menge von Feuercheilchen, so dazuerfordert wird.
§. 516.
Die leichteste Art, sich diese Unterschiede deutlich vorzustellen, ist, wennwir uns zween Körper, von einerley Materie aber, ungleicher Größe gedenken.Mey einerley Grad der Wärme werden wir doch sagen müssen, daß der größeremehr Wärme enthalte als der kleinere. Und man sieht ohne Mühe, daß, da dieStärke oder Kraft der Wärme in beyden gleich ist, die Menge der Wärme nachMaaße der Größe der Körper zunimmt.
§.
Sind hingegen die Körper von gleicher Materie und Größe aber ungleichwarm, so werden wir ebenfalls sagen müssen, daß in dem wärmern mehr Wärmesey. Die Menge der Wärme ist demnach Hier ihrer Stärke oder Kraft pro,portional.
§. ;i8.
Es folgt nun hieraus ohne Mühe, baß, so lange die Körper von einerleyMaterie sind, die Menge der Wärme in zusammengesetzter Verhältniß ihrer Kraft
und