Druckschrift 
Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
196
Einzelbild herunterladen
 

i§6

D e r

Pyrometrie

oder

vom Maaße des Feuers und der WarmeVierter Theil.

Von der Bewegung der Warme.

re Luft gestattet der Wärme keinen dauernden Aufenthalt, als in sofern sie

von Lichtern Körpern umschlossen wird, welche die Wärme langsamer an.'nehmen. In andern Fällen mrrß die sogleich' wieder weggehende Wärme immervon neuer erseht werden. Man gedenke sich ein Feuer oder einen warmen Körper,so breitet sich die von demselben wegfahrende Wärme oder die Feuerkheiichen nachallen Gegenden aus, und dieses macht, daß die Dichtigkeit derselben in umge-kehrter Verhältniß des Quadrats der Distanz geringer wird. Ein Geseh, basmir dem von der Ausbreitung der Lichtstralen eine vollkommene Ähnlichkeit har.

Nun fährt aus einem warmen Körper und selbst aus dem Feuer nur infbftru Wärme weg, als die Lust weniger warm ist. Die Wärme der Luft hältallemal einem gleich großen Grade von Wärme in andern Körpern das Gleichge-wicht. Man kann daher auch hier nur den Ueberschuß der Wärme in die Rech,nung bringen. Und so kann auch nur von diesem das erst angeführte Geseh ver-standen werden.

Der einfachste Fall hiebey ist der von einer durchaus gleichglühenden Ku-gel. Von dieser strömet die Wärme aus allen Puncten der Oberfläche nach allenGegenden gleich aus, und hierinn ist sie einer rund herum gleich leuchtenden Ku-

Erstes Hauptstück.

Die Ausbreitung der Wärme.

§. Z46.

§. Z47.

§. Z48.