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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
340
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Z40 Die jährliche Sottneiuvärme überhaupt.

kreis von Gibraltar, Malcha, Candia, Nhodus, Aleppo, Iapon, karoflnaro«Ich nenne hier lauter Oerter, die wenig über der Meeresfläche erhöht sind, well«s an höher gelegenen Oertern überhaupt kälter ist. (§. 411.) Unter den hier ge,nennten Oerlern möchte der Winter an den erster» eher gelinder seyu, aber iu Cs/rolina ist er, allen Nachrichten zufolge, ungleich strenger. Es ist hier genug,wenn die Bestimmung von dem wahren Mittel nicht merklich abweichrt. DerGrad o für die Winterkälte geht durch den 56sten Grad der Breite, und demnachdurch Edinburg, AarhuuS, Memel, Kamfchatka, die Hudfonsbay re. An devzwcy ersten vieler Oerrer ist der Winter selten fo strenge, desivmehr aher an denletzten,. Und fo hält die Bestimmung ziemlich das Mittel. DiefeS Mittel istnun eigentlich, was ich mir hier zu berechnen vorgefehl habe, und wozu die Fah-renhcirfche Stufenleiter in der Figur eingertchret ist. Da sie aber sehr von denUmständen des Ortes abhängr, wo man beobachtet, so mnß fteylich in der An-wendung auf besondere Fälle eine oft nicht geringe Aenderung vorgenommen wer-den. Man erhält z. E. oft über doppelt weniger Grade, wenn man für jedenMonat warme und kalke Tage durch einander rechnet, und daher nicht bloß aufdie Wirkung der Sonne, sondern auf alle zufällige Ursachen Rücksicht nimmtDieses macht, daß die der Figur beygezeichnrke Stufenleiter für den bewohntemTheil von Europa nicht ein solches Mittel angibt, sondern den äußersten Grade»sehr nahe kömmt.

§. 646.

Man sieht ferner aus der Figur, was man in der mathematischen Geo-graphie von allen Zeiten her gesagt hat, daß nemlich unter dem Arquator das JahrLurch zweymal Sommer und zweymal Winter ist. Nur sind diese Winter da-selbst von den Sommern seht wenig verschieden. Die französischen Akademikerhaben auch ausdrücklich angemerkt, daß in Peru die täglichen Veränderungen desThermometers ordentlich größer als die jährlichen sind. Man sieht aus der Fi«Zur, daß letztere nur etwa 6 Ashrenheitsche oder rS Reaumursche Grade betra-gen. Hingegen folgt aus (§. 618 624.), daß unter dem Aequator die täglicheVeränderung der Wärme, dem Mittelschlage nach /^Reaumurfche oder 17 Fa^-rerrheirsche Grade betragen könne.

§- 647.

Ferner zeigt die Figur, Laß vom Wendekreise bis zum Pole die größteSommerwärme gegen das Ende des HeumonatS eintrift. Dazu hatte ich nun fürdie Milte der gemäßigten Zone die Subtangente § gesetzt. (§. 6zz ). Mansteht zugleich auch, daß die Sommenvärme unter dem Pole zwar etwas größer»IS unter dem Polarkreise, und selbst auch größer als unter dem Aequator ist, da,tey aber von der Sommerwärme des südlichen Theiles der gemäßigten Zone übe»troffen wird. Dieses bestimmt nun näher, was es mit dem, kvaü Hallcy suchte,(K. 595.) für eine Bewandlniß hat.