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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
308
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ZO8 Emleittmg.

Quelle von Wärme eröffnet wird, die sich übrigens nicht immer weit herum er-strecket, (§. 578«) und auch nicht immer von sehr langer Dauer ist, und daher auchgewöhnlich nur zu den etwas seltener« Ursachen der Witterung zu zählen ist.

§. 58i.

Die ziemlich beständige und wenigstens sehr lange Zeit gleiche Wirkungder Grundwärme, nebst der immer fortdauernden Einwirkung der Sonnenstra-len, nebst vielen andern Betrachtungen macht, daß wir uns hiebey einen Behar-rungsstand gedenken können, in welchen die Erde schon längst gesetzt ist, und dersich zwischen ziemlich bestimmten Schranken hält. Das Grundgesetz dieses Be.-harrungsstandes ist, daß die Wärme, welche die ganze Erde in Verlauf einesJahres von der Sonne erhält, auch in Zeit von einem Jahre wieder weggeht, s»daß die ganze Summe der Wärme, wenigstens ein Jahr ins andere gerechnet,und ohne Rücksicht auf die kleinern sich nur hin und wieder äußernden Ungleichhei-ten, immer eben dieselbe bleibt.

§. 582.

Die Sonne scheint an sich eine sich selbst ziemlich gleich bleibende Quellevon immer neuem Licht und Wärme zu seyn. Ob sie wirkliche Licht- und Fener-theilchen ausströme, ober nur der durch den Weltraum verbreitet seyn sollendenLichtmaterie immer neue wellenförmige Bewegungen mitch-ile, das mag hier da-hin gestellt bleiben. Ich merke nur gelegentlich an, Laß diejenigen, welche fürden ersten Fall besorgen, die Sonne möchte an Stoff zu arm werden, für den an,der« Fall eben so besorgt seyn können, es möchte der Sonne nach und nach anKraft fehlen, die immer neue Bewegung Hervorznbringen. Durch solche Be-sorgnisse wird die Schwierigkeit nicht gehoben, sie erhalt nur eine andere Gestalt.

' Diejenigen, die von der Sonne und der Erhaltung ihres Lichtes eben so reden, wiewir von dem irdschen Feuer und dessen Erhaltung reden müssen , bedenken nichtgenug, daß die Materie der Sonne, wegen der unermeßlichen Dichtigkeit ihresLichtes, eine Materie seyn muß, die mit den irdschen Materien wenig oder nichtsgemein hat, §. ; 74 .) und daher schon aus diesem Grunde mit denselben nicht ver-glichen werden kann. Das Sonnenlicht ist aus farbigten Stralen zusammenge-setzt. ES ist die Frage, ob nicht diese farbigten Stralen auf der Oberfläche der Sonne,eine jede Art für sich, von besonder« Körpern Herkommen, so, daß die Körper aufder Sonne sich auch durch ihre Farbe unterscheiden lassen. Die Sonnenfleckenwürden sich aus der Veränderung der Farbe der Körper immer so gut als aus an-dern Gründen erklären lassen. Es gibt Fixsterne, die ein röthliches Licht haben»Auf deren Oberfläche muß also wohl die röche Farbe die herrschende seyn.

§. 583.

Die Sonnenflecken haben ein schwächeres Licht, und können in sofern dieErwärmung der Erde vermindern. Da sie aber mehrenchetls in Vergleichungmis