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Schätzung der Wärme nach der Empfindung.
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H. 556.
Bey der Berechnung, der hiebey sich äußernden Veränderungen, könnenwir die oben (§. 270.) gegebene Formel
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gebrauchen,Lurch v dendes über die»md durch 7Formel in
wenn wir unter n den Zufluß der inner» Wärme in der Zeit 1,Ueberschuß der Wärme des Leibes, der Hand oder eines andern GlierWärme der Luft, des Wassers oder anderer Körper, so wir berühren,dessen Erkältungs-Subtangente verstehen. Verwandeln wir diese
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so drückt dieser Werth unser Urtheil von der Wärme und Kälte der Luft, desWassers oder anderer Körper aus. die wir berühren. Kommen sie uns temperirt.Las will sagen, weder warm noch kalt vor, so wird ä ^ — 0, weil alsdann dieWärme weder vermehrt, noch vermindert wird. Finden wir sie aber warm, soist n > ^ und ü ^ bejaht. Also häuft sich die Wärme auf. Hingegen nimmtsie ab, wenn n < und folglich cl v verneint ist, und alsdann urtheilenHür,Laß die Luft, das Wasser oder überhaupt der berührte Körper kalt' sey.
* §. 557 «
Dieses Urtheil ist nun oft nur für den ersten Augenblick oder für eine sehrkurze Zeit gültig. Denn wenn die Körper, so wir berühren, klein sind, so neh-men sie bald die Wärme der Hand an, und so wird v in kurzem sehr klein ober«uch vollends — s. Ein Kleid, so wir im Winter, ohne es vorerst wärmen zulassen, anziehen, ein nicht gewärmtes Bette, darein wir uns legen, kalke In-strumente, Werkzeuge, Gerüche rc. so wir in die Hand nehmen, gebrn hievontäglich Beyspirle.
§« 558 «
Wenn hingegen der Unterschied der Wärme des Leibes und der Luft oder-es Wassers rc. sehr groß ist, so gebraucht es längere Zeit, und alsdann kannauch n oder der Zufluß der inner» Wärme verändert werden. Und in der Thalist er auch des Winters, wenn wir lange in der Kälte sind, merklich größer. Ebendieses fand sich auch in dem Martinschen Versuche (§. 554 ) bey den Arbeitern,nach dem Schwimmen. Man kann also überhaupt den Zufluß n nur für einekurze Zeit als beständig ansehen. Es ist dieses aber, da unser Urtheil über dieWärme ebenfalls nicht lange einerley bleibt, schon genug, weil wir dasselbe im-'wer nur so zu nehmen haben, wie es wirklich ist.