Warme menschlicher und Lhierischer Körper. 297
Oberfläche verhält, denikiach bey kleinern Körpern kleiner ist, so folgt auch. Laßdie Jnsecten selbst in der Luft nicht viel mehr Wärme haben können als die Lufthat. Martine fand, daß in einer Luft von 60 Fahrenheit,scheu Grade» Wär.'nie, eine Schlange nur 62 Gr. hatte»
Die erstbemeldte Aenderung der Erkältungs-Subtangenten im Wasser,-findet nun allerdings auch bey Menschen statt. Rolandsoil Martin, bestellteeinige Handlanger zum Schwimmen. Ehe fix ins Wasser giengen, fand er nachdem schwedischen Thermometer die Wärme ihrer Hand z g, Brust z r, Füße 27bis Zo G. Nach dem Schwimmen war die Wärme der Hand r. der Brust 24,der Füße i7 bis 2.0 Gr. Es wird nicht gesagt, wie lange sie im Waffer gewe-sen. Das Wasser war 1 z bis 16 Gr. und die Luft 21 Gr. warm. Nachdemsie sich wieder bekleidet halten, wurden sie wärmer als sie vor dem Schwimmenwaren. Freylich mußte durch das F bis lomal schnellere Erkälten ein starkerZufluß der innern Wärme gegen die Oberfläche entstehen.
eun aus unserm Leibe, oder auch aus Len äußern Gliedern mehr Wärme
abgeht als von inne erseht wird, so empfinden wir Len Abgang und spre-chen von Rälce. Geht hingegen weniger Wärme weg, als von innen zufließt,so häuft sich Wärme auf, und wir sprechen von Wärme. Ist endlich der Ab-gang dem Zuflusse gleich, so empfinden wir weder Wärme noch Kalte und spre-chen vom reinperirren. Wir empfinden also nicht, die Wärme und Kälte selbst,sondern nur das Zu.- und Abnehmen derselben, das will sagen, ihre Lleranderimg.Und dieses ist so sehr wahr. Laß man selbst beym stärksten Froste in Fiebern dieWärme des Leibes am Thermoineter größer als bey gesunden Zustande findet.Martine.fand nach Fahrenheitschen Thermometer
die natürliche Wärme seines Leibes - - 97— 98 Gr.in der Hihe eines Fiebers - - - - io?— 108 —beym stärksten Fieberfroste - - - - 99—rot—
Hier war also das Zu- und Abnehmen der Wärme, welches die Empfindung vonHitze und Frost verursachte»
§. 554 *
Zweytes Hauprstück.
Schatzung der Wanne nach der Empfindung.§. 55 5.
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