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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
Entstehung
Seite
282
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s8r Grundbegriffe.

§. 524.

Da die Wärme die Körper ausdehnr, so folgt allerdings, daß die Feuer«rheilchen darinn sich Raum machen, und zwar gerade so viel als die Erweiterungdes ganzen Körpers austrägt. Es scheint daher, daß diese Erweiterung deSRaumes eigentlich derjenige Raum sey, welcher zum Maaße von der Menge derFeuertheilchen dienen könne. Also z. E., wenn zo Cubiczoll Weingeist durchdie Warme sich bis auf z i Cubiczoll ausdehnen, so haben die hinzugekommenenFeuertheilchen sich Raum gemacht, und zwar i Cubiczoll. Mari kann also gerwiffermaaßen sagen, es sey ein Cubiczoll Feuertheilchen hineingekommen. Undrvelm eben diese Erwarmung, die ungefähr, die vom Winter zum Sommer ist,bey zo Cubicfußen Weingeistes statt findet, so wird man in eben dem Verständesagen können, daß die darein gekommene Feuertheilchen einen Cubicfuß betragen.

§- 52;.

Wenn nun aber eben diese Feuertheilchen in Quecksilber kommen, so fälltdie Rechnung ganz anders aus. Ihre Kraft wird um die Hälfte verstärkt. (§.zo8.)Sollen sie demnach nicht mehr Wärme verursachen als iin Weingeiste, so müssen,statt der ;c> Zoll, 45 genommen werden. Und dann werden diese 45 Cubiczollnur bis auf etwa 45/ö ausgedehnt. (§. r.c,i.) Der Cubiczoll Feuertheilchen imWeingeiste, wird daher im Quecksilber auf /0 Cubiczoll enger zusammengedrückt.Und wenn das beinöhl, so wie das Baumöhl,in Ansehung der Kraft der Feuercheil«chen mit dein Quecksilber übereinstimmen sollte, (§. zo8 ) sso werden ebenfalls 45Cubiczolle nörhig seyn, damit darinn die Feuertheilchen, die in 50 Zollen Wein«zeistes i Zoll betrugen, eben die Erwärmung Hervorbringen. Es folgt aber auS(§. 105. 114.), daß dieser Cubiczoll im feinöhl sich um etwas erweitern und etw»ILF Cubiczoll betragen wird. In andern Körpern kommen andere VeränderungLen znm Vorschein. Der eigentliche Grund davon ist, daß, da die Feuertheilrchen elastisch sind, der Raum, den sie einnehmen, an sich unbestimmt ist, undstch daher nach den Cohäsionskräften und Zwischenräumchen der Körper ändert.Man sieht aus diesen Beyspielen, welche Reducnonen nöthig sind, wenn mannach dieser Vorstellnngsart die Menge der Feuertheilchen nach Cubiczollen angebenwill. Die Materien selbst und die Cubiczolle ihrer Massen kommen nothwendigmtt in Betrachtung. Es kommen aber noch zween Umstände hinzu, die man nichtso schlechthin aus der Acht lassen kann.

§. 526.

Der erste ist, daß bey einigen Körpern, wie ;. E. bey eingeschlossenemWasser, Weingeist rc. die Ausdehnung den Graden der Wärme nicht durchausproportional bleibt. Und dann ist noch der andere Umstand, daß wenn die Wärmegrößer wird , die Feuertheilchen in Len Zwischenräumchen dichter scyn können.Wenn demnach eine Materie sich durch die Wärme um 1 Lubiczoll, und dau«