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Johann Heinrich Lamberts ... Pyrometrie oder vom Maaße des Feuers und der Wärme
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Grundbegriffe. 281

und der Größe des Körpers ist. Die Menge der Wärme läßt sich nicht wohl an,ders als vermittelst der Körper messen, in welchen sie sich befindet.

§. 5ly.

Sind die Körper nicht von eiuerley Materie, so wird zwar immer das ersterwähnte Verhältniß statt finden. Nur muß in denen Fäll.n, wo die Warmeaus dem einen in den andern übergeht, auf die Ungleichheit der Wirkung Rück-sicht genommen werden. Denn das, was eigentlich übergeht, sind die Feuertheil-chen. Und diese behalten oder äußern nicht in allen Körpern gleiche Kraft.

§. 520.

Um demnach hierüber Rechnung zu tragen, thut man am besten, wen«man die Menge der Feuertheilchen besonders berechnet. Wir können zwar die-selben weder abzählen, noch unmittelbar messen. Indessen hindert nichts, diesesmittelst der Körper selbst zu thun, in welchen sie sich befinden. Es kömmt allesauf die Einheiten an, welche man bey der Rechnung zum Grunde legt. Und dieselassen sich gut kenntlich machen.

§. 52l.

Also;. E., wenn ein Thermometer von gegebener Materie und Größeum eine bestimmte Anzahl von Graden steigen soll, so wird allerdings eine be-stimmte Menge von Feuertheilchen dazu erfordert. Ein doppelt größeres Thermo-meter von gleicher Materie wird zu eben der Veränderung doppelt mehr Feuertheil-chen nöthig haben.

§. 522.

Wiederum sehe man z. E-ein gegebenes Thermometer steige an der SonnerH-Reaumursche Grade, «nd seine Erkältungs- Subtangente sey von 8 Minu-ten: so würde eS, wenn eS beym Erwärmen nicht wieder erkältete, diese 14 GradeWärme in 8 Minuten von der Sonne erhalten. Es erhält dieselben auch in derThat in dieser Zeit. Der Unterschied ist also nur, daß ein Theil inzwischen wie-der weggeht. Es hindert dieses aber nicht, die in einer beliebigen Zeit erhalteneoder zu erhallende Wärme in eine Summe zu bringen, wenn die Berechnung die-ser Summe zu andern Absichten und Vergleichungen dienen kann.

-- §. ;rz.

Man gedenke sich eben so einen andern Körper, z. E. einen CubicsußWasser, Stein, Eisen rc. Erhält derselbe einen bestimmten Grad von Wärme,so wird ebenfalls eine bestimmte Menge von Feuertheilchen dazu erfordert, er magnun diese an der Sonne, oder am Feuer, oder mittelst eines andern Körpers er-halten. Das ändert an der Sache weiter nichts. Die Menge der Feuertheilcbeiioder der Wärme, kann immer mit derjenigen, so andere Körper von eben der Art,aber verschiedener Größe und bey andern Graden von Wärme erhalten, vergliche»werden. N n